Orchideen umtopfen

Orchideen sind ein wahrer Blickfang. Orchideen sind ein wahrer Blickfang.
Wenn Sie hin und wieder durch einen größeren Pflanzenmarkt schlendern, bleiben Sie sicher auch vor wunderschönen Orchideen stehen. Formen, Farbenvielfalt ohne Ende, eine schöner als die andere. Sie kaufen sich eines dieser prächtigen Exemplare und haben lange Freude daran. Wie jede andere Pflanze auch, braucht eine Orchidee nicht nur Licht, Wasser und Dünger, sondern, nach Empfehlung von Gärtnern, nach zwei bis drei Jahren neues Substrat, eventuell sogar einen größeren Topf. Ein Umtopfen der Orchidee im Frühjahr wird also fällig.
Elke M. Erichsen
11.05.2010 Elke M. Erichsen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • neue Einsätze aus durchsichtigem Kunststoff, etwas größer als die alten
  • falls noch nicht vorhanden, Übertöpfe mit Innenrand
  • Orchideen-Substrat
  • ggf. Styropor-Chips oder Tonscherben als Drainage
  • eine Gartenschere
  • ein scharfes Messer
  • neue Bambusstäbe
  • Klammern zum Befestigen der Blütenstengel
  • Paste zum Versiegeln von Schnittstellen
  • Orchideendünger, bei großen Pflanzen, die notfalls geteilt werden sollen, empfiehlt sich ein spezieller Komponentendünger
  • eine Wachstuchdecke
  • Spiritus
  • Wasser

Bedecken Sie einen Tisch mit der Wachstuchdecke, legen Sie Plastiktöpfe, Übertöpfe, Schere, Messer und die anderen Zutaten bereit und stellen Sie Ihre Orchideen daneben.

  1. Entnehmen Sie nun eine Orchidee mit Plastiktopf aus dem Übertopf, versuchen Sie dann, sie aus diesem Innentopf zu lösen. Kneten Sie den Topf etwas. Falls das nicht ausreicht, zerschneiden Sie den Plastiktopf vorsichtig mit dem scharfen Messer und ziehen Sie  ihn danach auseinander.
  2. Entfernen Sie das alte Substrat durch vorsichtiges Schütteln und Auseinanderziehen der Orchideenwurzeln. Nützlich kann auch ein lauwarmes Abspülen unter fließendem Wasser sein.
  3. Kontrollieren Sie nun die Wurzeln. Entfernen Sie mit der Schere, die sie zuvor zwecks Desinfektion in Spiritus getaucht haben, alle Wurzeln,  die braun, vertrocknet, hohl oder verfault sind. Achten Sie auch auf dunkle/schwarze Wurzelstellen, die können auf einen Bakterienbefall hindeuten. Diese müssen Sie vorsichtig in kurzen Abschnitten bis auf das gesunde Gewebe zurückschneiden. In diesem Fall und falls Sie doch einmal eine gesunde Wurzel beschädigt haben, geben Sie etwas Versiegelungspaste auf die Wunde der Orchideenwurzel.
  4. Erscheint Ihnen ein Teilen der Orchidee notwendig, achten Sie darauf, dass wenigstens drei Austriebe je Pflanzenteil vorhanden sind. Die Wurzeln der geteilten Pflanze werden in Komponentendünger (flüssig) gelegt, dessen Vitaminbestandteile zur Kräftigung der Orchidee beitragen. Danach werden auch diese Schnittstellen wieder mit der Versiegelungspaste bestrichen, um ein Faulen zu verhindern. Die Paste muss unbedingt antrocknen.
  5. Um die Orchidee umzutopfen, verwenden Sie die handelsüblichen durchsichtigen Plastiktöpfe als Einsätze, benötigen Sie keine separate Drainage. Benutzen Sie einen normalen Blumentopf, müssen Sie jetzt eine Schicht Tonscherben oder auch Styropor-Chips auf den Topfboden geben.
  6. Halten Sie nun die Pflanze in den Topf, geben Sie einen Bambusstab entsprechender Stärke und Länge dazu und füllen Sie vorsichtig mit der anderen Hand das wasserdurchlässige Orchideensubstrat ein. Ebenso vorsichtig benutzen Sie ein stumpfes Hölzchen, um eventuell zu große Zwischenräume zwischen den Wurzeln zu füllen.
  7. Drücken Sie das Substrat an der Oberfläche leicht an.
  8. Die alte Blütenrispe schneiden Sie bis auf drei Augen zurück und befestigen Sie diese mit Klammern (es gibt sie in hübscher Schmetterlingsform) am Bambusstab.
  9. Tauchen Sie den Plastiktopf nun einmal gründlich ins Wasser und lassen Sie ihn danach gut ablaufen. Dann setzen Sie ihn in den Übertopf, wobei Sie unbedingt eine Sorte mit Innenrand wählen sollten, damit der Einsatztopf nie direkt im Wasser steht.
  10. Nun ist Ihre Orchidee erfolgreich umgetopft.
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