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Orangenbaum pflegen - so machen Sie es richtig

Während Orangenbäume vor ein paar Jahren noch als exotische Pflanzen galten und nur schwer aufzufinden waren, sind sie mittlerweile sehr preisgünstig geworden. Über ihre duftende Blüte erfreut man sich das ganze Jahr und mit ein wenig Glück und viel Sonne sind ab und an sogar vereinzelte Früchte genießbar. Obwohl ein Orangenbaum nicht winterhart ist und deshalb etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, erweist sich die richtige Pflege eines Orangenbaums als einfach.

Ein prachtvoller Orangenbaum will richtig gepflegt sein.
Ein prachtvoller Orangenbaum will richtig gepflegt sein.

Was Sie benötigen:

  • Pflanzkübel
  • Erde
  • evtl. Pflanzenroller
  • Gartenwerkzeug

Der richtige Standort für Ihren Orangenbaum

  • Im Sommer sollten Sie Ihren Orangenbaum an einem hellen – besser noch sonnigen – Platz abstellen. Besonders wenn Sie die Früchte genießen möchten, sollte Ihre Pflanze möglichst viel Sonne abbekommen. Am besten wählen Sie daher einen Standort auf dem Balkon oder auf der Terrasse.
  • Orangenbäume sind nicht winterhart. Deshalb bietet es sich an, die Pflanze in Kübeln aufzuziehen, welche sich leicht auf sogenannten Pflanzenrollern (erhältlich z.B. im Baumarkt) umstellen lassen. So können Sie jederzeit Ihre Pflanze vor Kälte schützen und sie bequem (z.B. zur Überwinterung) an einen geeigneten Standort bringen.

Die richtige Erde und das richtige Gießen

  • Am besten eignet sich für Ihren Orangenbaum ein normaler Gartenboden oder Blumenerde. Diese sollte allerdings nicht kalkhaltig (alkalisch) sondern leicht sauer sein.
  • Auch das Gießwasser sollte unbedingt kalkarm sein, ansonsten droht Blattausfall.
  • Kalkarmes Wasser gewinnt man am einfachsten aus Regenwasser. Eine etwas teurere Alternative sind Wasserfilter, die Sie in Bau- und Supermärkten erwerben können.
  • Der Ballen Ihrer Pflanze sollte niemals austrocknen, da die Knospen sonst abgeworfen werden und sich keine neuen Früchte bilden. Gießen Sie Ihren Orangenbaum deshalb regelmäßig. Allerdings ist Staunässe unbedingt zu verhindern.

So bleibt Ihr Orangenbaum gesund

  • Grundsätzlich gilt es die Pflanze so wenig wie möglich umzutopfen. Falls Ihr Orangenbaum mit der Blüte etwas nachlässt, sollten Sie dennoch ein Umtopfen wagen. Am besten warten Sie dafür auf den Frühling, bei Austriebsbeginn.
  • Der Rückschnitt eines Orangebaums ist nicht zwangsläufig nötig. Nur abgestorbene Triebe sollten entfernt werden.
  • Sie können Ihre Pflanze allerdings regelmäßig auslichten. Dabei werden im Frühling (zu) lange Triebe zur Hälfte zurückgeschnitten.
  • Bei Platzmangel (z.B. wenn Ihre Pflanze im Treppenhaus steht) können Sie Ihren Orangenbaum bereits im Herbst, beim Einräumen, zurückschneiden.

So kommt Ihr Orangenbaum über die kalte Jahreszeit 

  • Orangenbäume blühen meist das ganze Jahr über und sind außerdem immergrün. Die Pflanze ist daher keineswegs winterhart und sollte bereits im Herbst in einen Überwinterungsraum gebracht werden.
  • Zur richtigen Überwinterung eignen sich Treppenhäuser oder Wintergärten, denn die Temperatur sollte 10 Grad nicht übersteigen.
  • Außerdem sollte der Überwinterungsstandort möglichst hell sein, damit die Pflanze nicht ihre Blätter abwirft. Im Idealfall sollten Sie, bei frostfreiem Wetter, diesen Raum so oft wie möglich lüften. 
  • Während der Überwinterung darf der Pflanzenballen nicht austrocknen. Außerdem sollten Sie in dieser Ruhezeit das Düngen (welches jedoch ohnehin nicht notwendig ist) unbedingt abstellen.
  • Als Faustregel gilt die Zeit nach den Eisheiligen (Mitte Mai) als Ende der Überwinterungsphase. Stellen Sie Ihre Pflanze erst bei frostfreiem Wetter wieder ins Freie.
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