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Operativer Einkauf - was hinter dieser Berufsbezeichnung steckt

Der Begriff "operativer Einkauf" hört sich im ersten Moment etwas kompliziert an, ist aber eine der leichteren Aufgaben im Einkauf bei Großhändlern beziehungsweise den Lieferanten.

Operativer Einkauf ist ein kaufmännischer Beruf.
Operativer Einkauf ist ein kaufmännischer Beruf.

Um die Berufsbezeichnung besser zu verstehen, ist es ganz gut, die Bereiche "strategischer" und "operativer Einkauf" zu vergleichen.

Strategischer und operativer Einkauf - wo liegen die Unterschiede?

  • Der strategische Einkauf kümmert sich um Verträge mit Lieferanten und handelt diese aus. Dazu gehören auch die ganzen Rahmenbedingungen wie das Finden von Kostensenkungspunkte und die Auswahl der Lieferanten. 
  • Dazu erhalten die zuständigen Mitarbeiter Plan- und Ist-Daten, die aus dem Forecast oder der Jahresvorschau stammen.
  • Der operative Einkauf löst quasi nur noch die Bestellungen aus und kontrolliert die Lieferungen. Da hier keine Verhandlungen geführt werden und die benötigten Daten zur Verfügung gestellt werden, übernimmt diese Aufgabe häufig auch das Kundenserviceteam. 
  • Somit hat ein strategischer Einkäufer eine deutlich höhere Verantwortung und ein umfassenderes Aufgabengebiet als ein operativer. 
  • Bei größeren Firmen ist dieses Aufgabengebiet oft nochmals aufgesplittet: Hier gibt es Abteilungen für Eingang, Ausgang, Lieferkontrolle und Lagerstandskontrolle.

Voraussetzungen für einen operativen Einkäufer

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich auf eine Stelle im Einkauf zu bewerben, brauchen Sie selbstverständlich einige Voraussetzungen.

  • Für den operativen Bereich reicht es in einigen Fällen, wenn Sie eine Ausbildung zum Industriekaufmann/-kauffrau vorweisen können.
  • Ein abgeschlossenes Studium in Betriebswirtschaft dürfte Ihre Chancen natürlich deutlich erhöhen, wird aber nicht in jeder Firma gefordert. Hier stellt jede Firma unterschiedliche Anforderungen, die sie aber meistens bereits im Stellenangebot auflisten.
  • In großen Elektronik- oder Multimediakonzernen wird der Einkauf auch mit Technikern und Ingenieuren besetzt.
  • Ganz wichtig sind gute bis sehr gute Fremdsprachenkenntnisse. Englischkenntnisse sind oft die Grundvoraussetzung. Manchmal ist es sogar nötig, dass Sie Spanisch, Französisch oder Chinesisch beherrschen - das kommt ebenfalls auf die Firma und deren Handelspartner an.
  • In kleinen regionalen Unternehmen sind die Anforderungen oft nicht ganz so groß, hier können Sie sich evtl. auch mit Berufserfahrung im Handel oder Büro bewerben.
  • Heben Sie in der Bewerbung ohne Scheu Ihre Stärken hervor (Lernfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe sind immer von Vorteil) und informieren sich gründlich über die Firma. Dann können Sie schon abwägen, ob sich eine Bewerbung lohnt oder nicht.
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