• Die ersten Besuche in der Oper können ohne Vorbereitung etwas enttäuschend sein: Die Musik unterscheidet sich recht stark von den sonstigen Hörgewohnheiten, der gesungene Text ist nicht leicht verständlich, und einen roten Faden in der Handlung findet man auch nicht sofort. 
  • Dieser frustrierenden Erfahrung können Sie vorbeugen, indem Sie vor dem Besuch der Oper das Libretto lesen.

So wird die Oper verständlich

  • Ein Libretto enthält den Text der Oper mit Angaben zu den auftretenden Figuren und kurzen, zusammenfassenden Kommentaren zur Handlung. Es liest sich damit ähnlich wie ein Drama.
  • Bedenken Sie allerdings, dass die Spannung beim Librettolesen nicht dieselbe ist wie bei einem Roman. Die Oper lebt vom Spannungsfeld zwischen Text und Musik, und die Lektüre des Textes kann auf keinen Fall die ganze Faszination der Oper rüberbringen.
  • Man liest das Libretto eher, um den Text zu kennen und während der Oper eine Vorstellung von den Zusammenhängen und der Geschichte zu haben. So können Sie sich ganz auf die Musik konzentrieren und brauchen nicht zu denken, dass Sie den Faden verlieren.
  • Wem ein ganzes Libretto zu viel ist, der kann sich zumindest eine Zusammenfassung der Oper, eine Synopsis, durchlesen. So wissen Sie, worum es geht, auch wenn Sie den Text im Einzelnen vielleicht nicht verstehen können.
  • Viele Operngäste kaufen sich am Anfang des Abends ein Libretto, dem Sie dann während der Aufführung folgen. Dieses Vorgehen ist Geschmackssache, da es bei unruhigen Geistern häufig dazu führt, dass sie den Text lesen, die Geschichte schnell verstehen wollen, und dabei ganz vergessen, sich auf die Musik einzulassen.