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Opa gestorben - so verarbeiten Sie es

Wenn ein Opa oder ein anderer Verwandter gestorben ist, wird man mit vielen Dingen konfrontiert - nicht zuletzt mit der Vergänglichkeit von allem, das lebendig ist. Hier finden Sie einige Anregungen, um gesund mit der Trauer umzugehen.

Ein Friedhof bietet Raum zum Trauern.
Ein Friedhof bietet Raum zum Trauern.

Der Opa ist gestorben - so gehen Sie mit der Trauer um

Menschen reagieren durchaus unterschiedlich auf den Tod eines geliebten Menschen - insbesondere zu Beginn. 

  • Fühlen Sie sich traurig? Dann sollten Sie dieses Gefühl nicht unterdrücken. Weinen Sie sich am besten richtig aus. 
  • Manchmal fühlen sich Angehörige aber zunächst einmal innerlich wie betäubt, wenn Opa, Oma oder andere nahe Verwandte gestorben sind. Auch das ist normal. Diese Phase sollte allerdings nicht zu lange dauern, da sie sonst in eine Depression münden kann. 
  • Wenn es Ihnen schwerfällt, Ihre Traurigkeit auszudrücken, sprechen Sie mit Ihrer Familie oder Freunden darüber. Grundsätzlich hilft es, viel über den Verstorbenen zu sprechen - auch, um zu begreifen, dass dieser tatsächlich nicht mehr da ist. 
  • Es kommt häufig vor, dass Menschen mit Angst auf den Tod eines Angehörigen reagieren, z. B. mit der Angst vor dem Tod im Allgemeinen. Auch hier ist es wichtig, dass Sie darüber mit Personen sprechen, denen Sie vertrauen. 

Wenn Sie sich sehr schlecht oder seltsam nach dem Tod Ihres Opas fühlen, bleiben Sie am besten nicht allein - auch nachts nicht. Falls Sie sich allein fühlen und niemanden finden, mit dem Sie sprechen können, können Sie sich auch an einen Psychotherapeuten oder eine öffentliche Beratungsstelle wenden. 

Die Phasen der Trauer

Idealtypisch verläuft der Prozess des Trauerns in 4 Phasen, die bei verschiedenen Menschen natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. 

  1. In den Stunden und wenigen Tagen, nachdem ein naher Mensch gestorben ist, befinden sich die meisten Menschen in einem Zustand des Schocks. Oft kann man gar nicht begreifen, was geschehen ist, oder will es nicht wahrhaben. 
  2. Anschließen kann sich eine Phase des Organisierens, insbesondere in Hinblick auf die Beerdigung, in der die Gefühle zurückgestellt werden. Oft erleben Menschen sich in dieser Phase als gleichsam gespalten. 
  3. Die nächste Phase ist die des Rückzugs. Der Trauernde erinnert sich dann häufig an den Verstorbenen, hadert mit seinem Schicksal und fühlt sich oft depressiv. Zu dieser Zeit ist es wichtig, sich nicht zu sehr abzuschotten, damit man nicht zu tief in der Trauer versinkt. 
  4. Am Ende steht die Phase des Heilens, in der Trauernde sich wieder dem Leben annähern.
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