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Oleander - Krankheiten erkennen & behandeln

Blüht der Oleander, versprüht er einen Hauch von südlicher Atmosphäre. Damit das auch so bleibt, sollten Sie frühzeitig gegen Krankheiten vorgehen.

Der Oleander ist wunderschön, aber auch anfällig für Krankheiten.
Der Oleander ist wunderschön, aber auch anfällig für Krankheiten.

Wissenswertes zum Oleander

Die ursprüngliche Heimat des Strauches ist der Mittelmeerraum. Dementsprechend benötigt er bestimmte Bedingungen für sein gesundes Gedeihen. Ein wichtiger Teil der Pflege ist der Schutz vor Kälte. Dazu ist die Haltung im Kübel die ideale Voraussetzung, um die Pflanze mühelos in das Winterquartier transportieren zu können.

Beim Kauf des Oleanders sollten Sie bedenken, dass er sowohl für den Menschen als auch für Tiere giftig ist. Doch auch die Pflanze selbst ist vor Krankheiten nicht sicher und eine rechtzeitige Gegenmaßnahme oder gar Vorbeugung ist ratsam.  

Der Grauschimmel - Botrytis cinerea

Der Grauschimmel ist eine jener Krankheiten, die von einem Pilz ausgelöst wird. Diese Erkrankung trifft bevorzugt Oleanderpflanzen mit gefüllten Blüten.

Die Infektion breitet sich bevorzugt während der Überwinterung auf. Auffallend sind die vertrockneten Blüten, die vor dem Umzug auf den Winterplatz nicht entfernt wurden.

Zur Vermeidung sind die verblühten Blütenstände immer zu entfernen. Ist der Befall bereits da, helfen Spritzungen mit einem entsprechenden Fungizid.

Oleanderkrebs - eine der häufigsten Krankheiten

Ein Befall kann einen Strauch stark schädigen und sogar dessen sicheres Aus bedeuten. Sie erkennen die Infektion anhand der Ausbreitung von Wucherungen an Blüten, Knospen, Trieben und Blättern. Dazu kommen verkümmerte Teile und dunkle Flecken.

Auslöser des Oleanderkrebses ist ein Bakterium namens Pseudomonas, das sich, einmal am Oleander angedockt, über den Pflanzensaft immer mehr ausbreitet. Ebenso unterstützt das Gießen die Verteilung der Schädlinge. Deshalb sollten Sie stets von unten gießen und verhindern, dass Wasser an die Blätter und Blüten gelangt.

Hat sich die Krankheit erst einmal etabliert, ist sie nur schwer in den Griff zu bekommen. Für einen Rettungsversuch schneiden Sie den Oleander kräftig bis ins alte Holz zurück.

Wichtig ist das Entsorgen des Schnittguts. Dieses sollte in den Hausmüll, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Desinfizieren Sie nach dem Schnitt unbedingt die Schneidewerkzeuge.

Die gefährliche Ascochyta

Eine zweite gefährliche und häufig auftretende Krankheit ist die Ascochyta. Für eine Infektion ist ein hartnäckiger Pilz verantwortlich. Auf dem Schadbild erkennen Sie braune bis schwarze Verfärbungen auf den Trieben und die befallenen Anteile wirken vertrocknet.

Die meistgenannte Ursache für Ascochyta ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Des Weiteren zu viel Wasser von oben.

Ist der Oleander befallen, sollten Sie die betreffenden Pflanzenteile großzügig abschneiden. Anschließend entsorgen Sie auch diese in den Hausmüll und desinfizieren das benutzte Werkzeug.

Um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, besprühen Sie die anfälligen Schnittstellen mit einem chemischen Antipilzmittel. Eine vorbeugende Maßnahme ist das Einsprühen des Strauches mit einem passenden Fungizid.

Krankheiten des Oleanders im Überblick
Krankheiten Symptome Maßnahmen
Grauschimmel vertrocknete Blüten

Blüten entfernen

Fungizid spritzen

Oleanderkrebs

Wucherung

braune Flecken

Verkümmerung

starker Rückschnitt
Ascochyta

braune bis schwarze Verfärbungen

Vertrocknungen

starker Rückschnitt

Fungizid spritzen

 

Die beste Vorbeugung gegen Krankheiten ist Ihre gute Pflege. Stimmen die Bedingungen, kann sich das Immunsystem des Oleanders erfolgreich gegen Angriffe von Pilzen und Bakterien zur Wehr setzen.

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