Was Sie benötigen:
  • Sprühpistole

So kann der Unterbodenschutz beim Oldtimer aussehen

  • Im traditionellen Autobau kannte man ja keine Kunststoffteile. Alles an der Außenhülle des Wagens war aus Blech. Da nun die Radkästen und der Unterboden immer den Einflüssen von Wasser und Sand, später auch Streusalz, ausgesetzt waren, rosteten diese Teile zuerst.
  • Dem Besitzer war es überlassen, sich um sein Auto zu bemühen oder es nach wenigen Jahren zu verschrotten. Besondere Auswüchse im Bezug auf den Unterbodenschutz entstanden in der ehemaligen DDR. Ein Auto war dort wie ein Lottogewinn.
  • Wer 10 oder 12 Jahre auf seinen Trabant gewartet hatte, setzte dann alles daran, das Auto möglichst lange instand zu halten. Dazu wurde alles Verfügbare für den Unterbodenschutz verwendet, von Altöl angefangen bis zum industrieellen Konservierungsmittel.
  • Wie in den alten Bundesländern auch, gab es speziell für Autos hergestellte Schutzanstriche gegen Rost. Eine Dresdner Firma z. B. produzierte das "Elaskon", was sehr gute Eigenschaften aufwies und universell verwendet werden konnte.
  • Bis heute lassen sich solche Mittel mit Erfolg einsetzen, um Oldtimer dauerhaft zu konservieren. Das bezieht sich dabei nicht nur auf den Unterboden an sich, sondern auch auf die vorhandenen Hohlräume.
  • Voraussetzung für die wirksame Anwendung ist eine gründliche Reinigung. Das Material soll am Blech haften, nicht an der  Dreckschicht. Zum Aufbringen ist eine Sprühpistole unbedingt zu empfehlen. Mit dem Pinsel erreicht man die Ecken nicht immer.
  • Stellen Sie Ihren Oldtimer auf eine Hebebühne, damit Sie alle Winkel einsehen können. Verwenden Sie ein Konservierungsmittel, das auch auf nassem Untergrund haftet. So sparen Sie das 2-malige Heben des Wagens.
  • Ist die Schicht wegen geringer Konsistenz des Mittels sehr dünn, tragen Sie mehrere Schichten auf, nachdem die vorhergehende angetrocknet ist. Die Stellen, die dem "Beschuss" mit Streumaterial ausgesetzt sind, bedürfen besonderer Sorgfalt.
  • Schauen Sie sich die Nahtstellen zwischen Karosse und Kotflügel besonders gründlich an. Dort dringt gern unbemerkt Feuchtigkeit ein und verrichtet schädliche Arbeit. Nur durch absolute Abdichtung kann das verhindert werden.
  • Versehen Sie alle Auspuffteile mit einer Umwickelung, damit das Konservierungsmittel später nicht auf heißen Flächen verdampft. Für Hohlräume ist eine spezielle lange Sonde das ideale Werkzeug. Als Notlösung stellen Sie das Auto vorübergehend schräg, damit sich das Mittel  im Hohlraum verteilt.