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Ohrtrompete zu - Hinweise

Die Ohrtrompete ist eine Verbindung zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum, die eine wichtige Funktion innehat. Sie sorgt für eine ausreichende Belüftung des Mittelohrs und einen ständigen Druckausgleich. Beides ist wichtig, um gut hören zu können. Sitzt die Ohrtrompete zu, kann es zu Schmerzen, einem Hörverlust und auch zu behandlungsbedürftigen Mittelohrentzündung kommen.

Die Ohrtrompete hat eine wichtige Funktion.
Die Ohrtrompete hat eine wichtige Funktion.

Generelles über die Ohrtrompete

Die Ohrtrompete ist ein Verbindungskanal zwischen dem Mittelohr und dem Nasen-Rachen-Raum. Da sie sich zum Nasen-Rachen-Raum hin trompetenförmig öffnet, wird sie Ohrtrompete genannt. Die korrekte Bezeichnung hingegen lautet Eustachische Röhre, benannt nach dem italienischen Anatomen Bartolomeo Eustachi.

  • Diese Verbindung sorgt für die ausreichende Belüftung des Mittelohrs, welche für ein einwandfreies Hören wichtig ist. Auch findet über die Ohrtrompete ein Druckausgleich statt, sodass der Luftdruck im Mittelohr immer gleich dem äußeren Luftdruck ist.
  • Die Trompete bildet sich erst richtig im Laufe der ersten Jahre aus, bei kleinen Kindern ist sie noch wachstumsbedingt sehr kurz und eng, weshalb es hier auch häufig zu Komplikationen kommen kann, wenn sich die Ohrtrompete zusetzt. Diese Komplikationen entstehen jedoch auch bei erwachsenen Personen schnell, wenn diese durch Veranlagung eine sehr enge Ohrtrompete haben.

Folgen einer zusitzenden Eustachischen Röhre

  • Wenn sich die Eustachische Röhre mit Schleim und Sekret zusetzt und die Schleimhäute, die die Röhre umgeben, zusätzlich noch anschwellen, kann es passieren, dass die Röhre vollkommen zu ist, wodurch keine Belüftung des Mittelohrs mehr gegeben ist. Dies kann wiederum eine Mittelohrentzündung zur Folge haben, weil aus dem Nasenraum aufsteigende Bakterien oder Keime sich im Mittelohr ansammeln und sich in dem feuchtwarmen Klima rasant vermehren. Es kommt zu einer Eiterbildung, die dann häufig als Paukenerguss hinter dem Trommelfell mittels eines Otoskops sichtbar wird. Dies kann sehr schmerzhaft werden, da das Sekret auf das Trommelfell drückt. Weiter aufsteigende Bakterien können die nächstgelegenen Nasennebenhöhlen besiedeln, wodurch es zusätzlich zu einem starken Druckgefühl im Wangenbereich kommen kann. Deshalb wird auch immer Wert darauf gelegt, trotz einer Erkältung die Ohrtrompete freizuhalten, beispielsweise mittels eines heißen Dampfbades oder milder Befeuchtung durch Meersalztropfen.
  • Sobald die Ohrtrompete zusitzt, können Sie nicht mehr so gut hören, denn der erhöhte Innendruck des Mittelohrs wirkt wie ein Dämpfer auf das Hörempfinden. Sie hören praktisch wie durch eine Watteschicht. Hier lauert bei kleinen Kindern die Gefahr, dass eine zusitzende Trompete zunächst nicht entdeckt wird und die Kinder deshalb deutlich schlechter hören. Gerade für die Ausbildung der Sprache ist ein korrektes Hören aber unbedingt notwendig, weshalb bei ersten Anzeichen einer schlechten, leicht verwaschenen oder auch nasalen Aussprache der Ohrenarzt aufgesucht werden sollte. Die Ohrtrompete kann auch durch wuchernde Polypen zugesetzt werden, die in solchen Fällen entfernt werden sollten. Anschließend ist eine sofortige Erleichterung spürbar und ein deutlich besseres Hören möglich.
  • Sitzt die Ohrtrompete zu, kann sie auch keine Druck ausgleichenden Funktionen mehr übernehmen, was sehr schmerzhaft werden kann. Besonders macht sich dies im Flugzeug bemerkbar, im Sinkflug und bei raschem Höhenanstieg. Nimmt der Kabinendruck ab, kommt es zu einer Auswölbung des Trommelfells nach außen, was sehr schmerzhaft ist. Hier können Sie die Funktion der Trompete vorsichtig aktiv unterstützen, indem Sie Mund und Nase verschließen und gegen den Widerstand vorsichtig ziehen. So erzeugen sie eine angenehme Entspannung des Trommelfells. Beim Landeanflug hingegen kommt es zu einem raschen Druckanstieg, den auch eine nicht zusitzende Eustachische Röhre oft nicht alleine ausgleichen kann. Hier können Sie bei geschlossenem Mund und Nase versuchen, gegen den Druck auszuatmen. Beide Möglichkeiten dürfen immer nur mit äußerster Vorsicht ausprobiert werden, um das Trommelfell nicht zu perforieren, was sehr schmerzhaft ist.

Sie sollten immer darauf achten, dass die Ohrtrompete frei bleibt. Bei sich selber können Sie eine sich zusetzende Trompete an einem schlechteren Hören und einem vermehrten Druckgefühl erkennen. Bei Ihren Kindern merken Sie dies an einer nasalen Aussprache und an einem schlechteren Verstehen, wenn Sie sie leise ansprechen.

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