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Ohrknorpel - Piercing richtig pflegen

Ein Piercing ist ein auffälliges Accessoire, das Ihnen einen leicht rebellischen Touch verleiht. Mittlerweile wird es nicht vordergründig mit dem Punker-Milieu verbunden, sondern hat Einzug in die Fashionszene gehalten. Neben dem Nasen- und Bauchnabelschmuck ist das Ohrknorpel-Piercing eine sehr beliebte Variante, die allerdings einiger Pflege bedarf.

Ein Piercing ist ein individuelles Accessoire.
Ein Piercing ist ein individuelles Accessoire.

Was Sie benötigen:

  • Desinfektionsmittel
  • Seife (ph-neutral)

Schmuck im Ohrknorpel - das sollten Sie beachten

  • Das Ohrknorpel-Piercing, welches auch Targus-Piercing genannt wird, sitzt im Knorpel vor dem Gehörgang. Seine Ursprünge hat es, als modische Variante zum klassischen Ohrloch-Piercing, in der Popkultur der 1990er Jahre.
  • Als Schmuck werden in der Regel Ringe mit einem Verschlusskügelchen (Ball Closure Ring) oder Stäbchen mit unterschiedlichen Verschlussvarianten (Labret-Stecker) verwendet.
  • Beim Stechen des Ohrknorpel-Piercings kommt es meist zu leichten Blutungen. Der Stich kann recht unangenehm sein, da die Stelle sehr klein und eng ist. Daher ist das Einsetzen des Schmucks ebenfalls schmerzhafter, als an anderen Körperstellen.
  • Zur besseren und schmerzfreien Heilung der Wunde empfiehlt sich die Verwendung eines Stäbchens (Labret-Stecker), da dieser die Einstichstelle nicht zusätzlich reizt.
  • Der Erstschmuck ist in der Regel länger als folgende Piercings, da es bei der Wundheilung zu einer Anschwellung des Gewebes kommt. Wenn Ihre Einstichstelle komplett verheilt ist, können Sie Ihren Stecker oder Ring wechseln.
  • Schmuck aus Titan oder Teflon (meist in einer Kombination) ist besonders gut verträglich als erstes Piercing.

So pflegen Sie Ihr Piercing richtig

  • Die Heilung eines Ohrknorpel-Piercings ist meist sehr langwierig und unter Umständen schmerzhaft. Da es sich am Ohr befindet, lässt sich eine erhöhte Belastung (z. B. durchs Telefonieren) nur schwer vermeiden.
  • Häufig kommt es zu Infektionen am Ohrknorpel, die den Heilungsprozess verzögern. Im Normalfall dauert dieser zwischen drei und sechs Monaten.
  • Es kann passieren, dass Sie nach der kompletten Heilung eine Verknorpelung des Ohrläppchens spüren. Diese ist nicht schmerzhaft und klingt mit der Zeit ab.
  • Die ersten vier Wochen nach dem Stechen des Piercings sind die kritischsten. In dieser Phase müssen äußere Reizungen, die zu Infektionen führen können, vermieden werden (wie übermäßiges Schwitzen, Chlorwasser u. Ä.). 
  • Mit ph-neutraler Seife können Sie Ihr Piercing vor dem Desinfizieren vorsichtig reinigen. Anschließend sprühen Sie das spezielle Desinfektionsmittel (dies wird Ihnen Ihr Piercer mitgeben) auf das Ohrknorpel-Piercing und entfernen die Rückstände nach einigen Minuten mit einem Ohrenstäbchen.
  • Dieses Desinfektionsmittel verwenden Sie maximal drei Wochen dreimal täglich. Danach sollten Sie Ihren Schmuck etwas bewegen, damit sich zum einen das Gewebe nicht daran anlagert und zum anderen das Pflegemittel in den Stichkanal gelangen kann.
  • Überprüfen Sie regelmäßig den festen Sitz Ihres Verschlusses, damit das Piercing nicht verloren geht. Denn auch nach der Heilung führt das Nichttragen des Schmuckes innerhalb weniger Stunden zum Zuwachsen des Stichkanals.
  • Nach drei Wochen sollten Sie die Wundheilung beim Piercer kontrollieren lassen. Bei guter Pflege sollte Ihr Ohrknorpel-Piercing ohne Komplikationen verheilt sein.
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