Beim Start oder Landung des Flugzeuges leiden viele Flugpassagíere unter schmerzhaftem und unangenehmen Ohrendruck. Dieser wird durch einen verlangsamten Druckausgleich im Innenohr verursacht und ist meistens nur vorübergehend und harmlos. Es gibt einige Tipps um diesen schmerzhaften Druckbeschwerden im Ohr entgegenzuwirken oder vorzubeugen.
- 29.12.2011 Raphaela Rodenstein
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- viel Wasser trinken
- Aspirin
- Nasenspray
- Bonbon, Kaugummi
- Ohrstöpsel
Wieso entsteht Ohrendruck?
- Der Umgebungsdruck verändert sich beim Start oder bei der Landung innerhalb weniger Minuten. Ihr Mittelohr muss sich innerhalb kürzester Zeit an den neuen Luftdruck anpassen, was aber meistens nicht zeitgleich mit der Luftdruckveränderung passiert.
- Als Folge daraus haben Sie einen unangenehmen Ohrendruck auf dem Trommelfell, was Ihnen Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Schwindel bereiten kann.
- In seltenen schweren Fällen können Sie sogar Einrisse im Trommelfell oder Blutungen erleiden.
Tipps für einen besseren Druckausgleich
- Sie sollten spätestens einen Tag vor der Abreise viel Wasser trinken um eine gute Durchblutung des Innenohres zu fördern.
- Um das Blut zu verdünnen können Sie am Abreisetag vorbeugend Aspirin einnehmen.
- Falls Sie am Abflugtag unter einer Erkältung leiden, sollten Sie eine halbe Stunde vor dem Start und eine halbe Stunde vor der Landung ein schleimhautabschwellendes Nasenspray benutzen um den Zugang zwischen Nase, Innenohr und Ohrtrompete freizuhalten.
- Während des Fluges herrscht ein gleichbleibender Druck in der Kabine, so dass die meisten Passagiere beschwerdefrei sind.
- Ein altbekannter und bewährter Tipp ist das Lutschen eines Bonbons oder das Kauen eines Kaugummis. Dadurch bewegen Sie die Kaumuskeln und den Gaumen und der Zugang zur Ohrtrompete wird geweitet. Ihr Innenohr kann sich dadurch schneller dem Umgebungsdruck anpassen. Vor allem beim Start, also wenn der Außendruck abnimmt.
- Ein besonderer Tipp noch für die Landung: Halten Sie die Nase zu und pressen beim Ausatmen Luft in die Nase. Das Knacken in Ihren Ohren zeigt dann an, dass der Druckausgleich wieder hergestellt wurde.
- Sie können auch sogenannte "Earplanes" Ohrenstöpsel verwenden um den Ohrendruck zu vermeiden. Diese Ohrstöpfel dämpfen nicht die Lautstärke, sondern regulieren die Druckveränderungen durch eingebaute Filter.
Sollten Ihnen all die Tipps gegen Ohrendruck nicht helfen, wäre es ratsam einen Ohrenarzt aufzusuchen. Ansonsten Guten Flug!