Alte und neue Kennzeichen in Österreich

  • Seit dem 1. Jänner 1990, wie der Januar in Österreich genannt wird, gibt es neue österreichische Kennzeichen, aber die Alten sind noch gültig. Sie werden also beide Arten noch einige Zeit antreffen.
  • Die alten Nummernschilder hatten einen schwarzen Untergrund und weiße Schrift. Der erste Buchstabe war die Länderkennung. B stand zum Beispiel für Burgenland und W für Wien. Bis auf zwei Ausnahmen bestand diese Kennung aus einem Buchstaben. Sie Ausnahmen sind "O-" für Oberösterreich. Bei diesem Buchstaben stand als Einziger ein Bindestrich dabei, damit es keine Verwechslungen mit der "0" gibt. Die andere Ausnahme war Steiermark (St).
  • Wenn Sie schwarze Nummernschilder aus Österreich mit zwei Buchstaben sehen, dann gehören diese zu Fahrzeugen, die auf staatliche Institutionen zugelassen sind. BB steht für Bundesbahn, BG für Bundesgendarmerie und BH für Bundesheer, um nur einige Beispiele zu nennen.
  • Ab 1990 wurden nur noch weiße Nummernschilder mit schwarzer Schrift ausgegeben. Diese können Sie von deutschen Schildern an je einem roten Strich am oberen und unteren Rand  unterscheiden. Außerdem ist in den Schildern ein deutlich sichtbares Wappen zu sehen. Nach 2002 ist auch das EU-Zeichen auf den Schildern. Im Sternenkranz steht ein A.

Aufbau der neuen österreichischen Nummernschilder

  • Das Wappen in der Mitte der Schilder ist das jeweilige Landeswappen, nur bei Dienstfahrzeugen von Bundesbehörden finden Sie dort das Wappen des Bundes. Wenn Sie dort einen Bindestrich sehen, ist es ein Diplomatenfahrzeug.
  • Die Buchstaben vor dem Wappen sind die Bezirkskennung. An diesem Teil können Sie sehen, wo das Auto zugelassen wurde, zum Beispiel AA für Amstetten oder KL für Klagenfurt. Aber es gibt auch Ausnahmen, wenn dort zum Beispiel ein A steht, dann ist es ein Fahrzeug eines obersten Organs von Österreich, zum Beispiel des Bundespräsidenten oder eines Bundesministers. FV steht zum Beispiel für Finanzverwaltung.
  • Die Buchstaben und Ziffern hinter dem Wappen werden bei den österreichischen Nummernschildern Vormerkzeichen genannt. Die Folge von Ziffern und Buchstaben unterliegt einerseits bestimmten Regeln, kann aber auch auf Wunsch zusammengestellt werden. Wenn Sie auf also ein Hans3 oder ein Paul7 auf dem Nummernschild sehen, können Sie fast immer davon ausgehen, dass der Besitzer einen Bezug zu dem Namen hat. Vielleicht nutzen Sie Ihr Wissen, um mit dem Fahrer des Wagens ins Gespräch zu kommen.