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Ökonomische Vernunft - Erklärung

Der Begriff der ökonomischen Vernunft mag zunächst doch sehr positiv klingen. Wissen Sie jedoch, was diese Bezeichnung genau bedeutet, so bemerken Sie, dass dies nicht immer gelten muss.

Was ist wirtschaftlich vernünftig?
Was ist wirtschaftlich vernünftig?

Ökonomische Vernunft ist nicht immer vernünftig

Die Wirtschaft ist für allerlei Überraschungen gut. Vor allem in den letzten Jahren werden Sie gemerkt haben, dass sie auch viele negative Nachrichten bereithalten kann. Wenn man dann auf den Begriff der ökonomischen Vernunft stößt, fragt man sich nicht zu Unrecht, ob diese tatsächlich so vernünftig sein kann, wie hier postuliert wird. Bei der Vernunft in der Ökonomie handelt es sich allerdings sowieso um ein Konzept, das mit dem Begriff des Vernünftigen im Alltag nur bedingt etwas gemein hat. Sie beschreibt ein ganz bestimmtes Merkmal, das Ökonomie seit Langem prägt.

Die wirtschaftliche Vernunft bietet nicht ausschließlich Vorteile

  • In der ökonomischen Landschaft wird rationales, also vernünftiges, Handeln angestrebt. Damit ist eine etwas andere Form der Rationalität gemeint als jene, die gemeinhin bekannt ist. In der Wirtschaft rational und vernunftorientiert zu handeln, bedeutet, effizient zu agieren, stets das Ziel des Wachstums bzw. des Wirtschaftswachstums im Ganzen vor Augen zu haben.
  • Streben Sie für Ihr Unternehmen nach wirtschaftlichen Vorteilen und einem schnellen finanziellen Aufstieg und wollen Sie das Allerbeste aus Ihren vorhandenen Ressourcen gewinnen, so können Sie zwar im Rahmen einer ökonomischen Vernunft handeln, doch liegt der Verdacht bei etwas längerer Überlegung nahe, das dies nicht immer zum Vorteil anderer sein kann. Insbesondere die involvierten Arbeiter können bei rigorosen Bestrebungen dieser Art durchaus ins Hintertreffen geraten.
  • Wer ökonomisch handelt, geht mit seinem Kapital möglichst sparsam um: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Es geht schlichtweg um Nutzenmaximierung und bei dieser ist für menschliche Bedürfnisse manchmal schlichtweg kein Platz - beispielsweise dann, wenn es darum geht, konkurrierende Unternehmen auszustechen bzw. den eigenen Platz zu behaupten. Da kann es dann schon einmal wirtschaftlich vernünftig erscheinen, Leiharbeiter einzustellen oder die benötigten Stellen in die Dritte Welt outsourcen zu lassen.
  • An und für sich mag die wirtschaftliche Vernunft im gewissen Rahmen eine sinnvolle Funktion erfüllen, doch kann man sich darüber streiten, wann diese gegen humane Gepflogenheiten verstößt und wann nicht.
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