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Obstbaumspritzung selber vornehmen - praktische Hinweise für den Garten

Viele Gartenbesitzer haben bereits unangenehme Schädlinge wie Frostspanner, Blattläuse oder Spinnmilben kennengelernt. Mit einer Obstbaumspritzung schützen Sie Ihre Pflanzen vor den gefräßigen Insekten, sodass Sie pralle und gesunde Früchte ernten können.

So bleibt Ihr Obst genießbar.
So bleibt Ihr Obst genießbar.

Obstbaumspritzung - ganzjährig Schädlingen vorbeugen

  • Setzen Sie vorrangig auf biologische Pflanzenschutzmittel, sodass Sie das Obst später noch bedenkenlos genießen können. Zudem schonen Sie das Grundwasser und verhindern Resistenzen. Wollen Sie stärkere, chemische Mittel einsetzen, befragen Sie einen Fachmann, um das geeignete Mittel zu finden.
  • Reste dürfen Sie nicht in die Kanalisation einbringen, füllen Sie nur so viel Spritzmittel in Ihr Gerät, wie Sie benötigen. Eventuelle Reste bewahren Sie für das nächste Mal auf.
  • Achten Sie bei der Obstbaumspritzung auf gutes "Werkzeug". Für wenige Spritzungen genügt eine Handspritze oder eine Rückentragespritze mit bis zu fünf Litern Fassungsvermögen völlig. Achten Sie auf hochwertige Schraubverbindungen an den Geräten, zudem sollte Ihr Spritzgerät eine große Einfüllöffnung und innen liegende Markierungen für die Literzahlen aufweisen. Nützliches Zubehör stellen beispielsweise Sprühschirme oder feine Düsen dar, die einen gezielten Einsatz des Mittels ermöglichen.
  • Beachten Sie, dass Sie nur Pflanzenschutzmittel einsetzen, die in Deutschland zugelassen sind. Achten Sie bei der Obstbaumspritzung darauf, dass das Grundstück Ihres Nachbarn nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Vermeiden Sie, dass durch Regen oder starken Wind eventuell Dämpfe oder Reste des Pflanzenschutzmittels auf das Nachbargrundstück getragen werden.
  • Spritzen Sie nicht wahllos alle Bäume ab, sondern gehen Sie gezielt vor. Besonders wenn Sie im Vorjahr große Probleme mit Schädlingen hatten, empfiehlt sich eine Austriebsspritzung. Sie geht gegen Schädlinge und Pilze vor, die im Baum überwintert haben; besonders die Eier der Blattläuse, Spinnmilben, Frostspanner und Gespinstmotten können Sie hiermit bekämpfen. Wenn im Februar bis März die Bäume langsam austreiben, behandeln Sie den Obstbaum mit einem öl- oder paraffinhaltigen Pflanzenschutzmittel (etwa Promanal, Para Sommer oder Telmion). Das Öl legt sich wie ein Film über die Eier und lässt sie absterben. Die Gefahr einer Austriebsspritzung besteht darin, dass sie nicht selektiv vorgeht und auch Nützlinge wie den Marienkäfer beeinträchtigen kann.
  • Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welche Mittel für welche Schädlinge geeignet sind. So hilft Schmierseife gegen Blattläuse, Kupferspritzmittel gegen die Kräuselkrankheit.
  • Tragen Sie beim Sprühen geeignete Schutzkleidung, wichtig sind auch ein Atemschutz und eine Augenmaske, sodass keine Dämpfe in den Organismus gelangen.

Eine Obstbaumspritzung müssen Sie viel seltener vornehmen, wenn Sie vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Setzen Sie Nützlinge aus, pflanzen nur an, was in der Natur auch vorkommt und legen viel Wert auf Obstbaumschnitte sowie Dünge- und Pflegemaßnahmen, sodass sich Schädlinge nicht wohlfühlen und Ihre Obstbäume gesund bleiben.

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