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Oberfräsentisch richtig verwenden

Hobbytischler lieben ihre gut eingerichtete Werkstatt. Dazu kann u.a. ein Oberfräsentisch gehören. Sauber Nuten fräsen, Kanten fälzen und profilieren, bohren und nach Schablonen arbeiten sind die wesentlichen Einsatzmöglichkeiten einer Oberfräse. Frontteile von Möbeln werden handwerklich perfekt mit selbsthergestellten Profilleisten verziert. Es können Nutrillen zum Einarbeiten der Rückwand im Schrank gefräst werden. Der auf Gehrung gesägte Bilderrahmen benötigt zum Einlassen der Glasscheibe rundum eine Ausfräsung. Dann hat das Aquarell mit Passepartout einen würdigen Rahmen. Beim Arbeiten am Oberfräsentisch, umgeben vom Duft des frischen Holzes, entstehen immer wieder neue Ideen.

Saubere Nuten mit Oberfräsen korrekt einfügen
Saubere Nuten mit Oberfräsen korrekt einfügen

Mit dem Oberfräsentisch sicher und unfallfrei arbeiten

  1. Das sichere Arbeiten mit der Oberfräse verlangt einen guten Arbeitstisch zum Befestigen der Holzbearbeitungsmaschine mit einer korrekten Linienführung. Nach dem Kauf montieren Sie entsprechend der mitgelieferten Anleitung den Oberfräsentisch. Sie ziehen die Schrauben nur leicht an. Dann richten Sie die einzelnen Arbeitsplatten aus. An dem mittleren Bereich schließt sich bei einigen Modellen seitlich jeweils eine Erweiterung an.
  2. Wenn Sie eine ebene Fläche erreicht haben, ziehen Sie alle Schraubverbindungen fest und befestigen den Ein-/Aus-Schalter.
  3. Laut Ihrer Anleitung für den Fräsentisch montieren Sie ebenso den Längsanschlag und die Werkstoffführung.
  4. Die Oberfräse wird jetzt entsprechend der Geräteanleitung unterhalb des Tisches montiert. Nun ragt maximal der auswechselbare Fräser durch die Arbeitsplatte unter der leicht federnden Schutzhaube empor.
  5. Zum sicheren Arbeiten befestigen Sie den Oberfräsentisch auf einer Werkbank. Als Alternative kann ein stabiles Brett verwendet werden.
  6. Wichtig ist eine gute Ausleuchtung des Arbeitsbereiches. Ebenso müssen Sie bei Elektrowerkzeugen Feuchtigkeit vermeiden.
  7. Als Letztes vor dem unmittelbaren Fräsen schließen Sie eine Staubabsaugung an. Holzstäube können schädlich sein. Sie können bei Bedarf handelsübliche Staubsauger mittels Adaptern und Flexschläuchen anpassen.
  8. Dann schützen Sie sich selber. Das Fräsen ist eine laute Arbeit, und Sie sollten einen Gehörschutz benutzen. Ebenso sind Schutzbrille und Atemschutz angebracht. Wer Haare wie die Loreley hat, muss diese ebenfalls zurückbinden.
  9. Achten Sie bitte immer darauf, dass Sie beim Arbeiten nicht über Gegenstände stolpern können und Ihre Finger niemals in die Nähe der rotierenden Fräser gelangen.
  10. Sie stellen die Frästiefe und Drehzahl an der Oberfräse unterhalb des Oberfräsentisches ein. Den Abstand der Fräsung am Werkstück richten Sie über die entsprechende Justierung des Längsanschlages Ihres Fräsentisches aus. Den Einsatz der Teile der Werkstoffführung passen Sie Ihrem Werkstück und Ihrer gewünschten Fräsung an.
  11. Das Material (Weichholz, Hartholz, Spanplatte bis hin zu kunststoffbeschichteten Platten) und der verwendete Fräser bestimmen die Schnittgeschwindigkeit. Die Materialoberfläche darf beim Fräsen nicht verbrennen. Die Vorschubgeschwindigkeit steht ebenso im Verhältnis zur Materialart, Faserrichtung und Schneidenschärfe.
  12. Bei optimalen Einstellungen erhalten Sie eine saubere Fräsung ohne Leistungsabfall der Maschine. In den Bedienungsanleitungen werden vielfach Richtwerte aufgeführt.
  13. Mit einer Probefräsung können Sie die korrekte Werkzeugeinstellung überprüfen und eventuell nachjustieren.
  14. Beim Fräsen auf dem Oberfräsentisch üben Sie keinen zu starken Druck aus. Wichtig ist bei kleinen Werkstücken der Einsatz eines Schiebestockes, bei dem am Ende eine Kerbe für guten Halt sorgt.
  15. Ist das Holzbrett sehr lang, erweitern Sie die Auflagefläche. Höhenverstellbare Arbeitsböcke und Gerüstbohlen sind dabei nur eine Lösung. Ein alter Gartentisch mit Bohlen, die durch Zwingen fixiert wurden, kann ebenso hilfreich eingesetzt werden.
  16. Das Werkstück muss immer entgegen der Laufrichtung Ihrer Fräseinrichtung geführt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Brett flach auf der Arbeitsplatte liegt oder hochkant entlang des Längsanschlages geführt wird. Arbeitstische werden mit Pfeilen für die Schubrichtung gekennzeichnet.
  17. Beim Umrüsten am Oberfräsentisch und Reinigungsarbeiten ziehen Sie den Netzstecker. Überprüfen Sie immer wieder den festen Sitz aller Schraubverbindungen.
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