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Nusssorten - Eigenschaften und Verwendung

Die Auswahl an Nüssen und Nussprodukten im Handel ist groß. Von Hasel- oder Walnüssen, die auch hierzulande gedeihen, bis hin zu den exotischeren Macadamianüssen oder Cashewkernen sind viele verschiedene Nusssorten im Angebot. Dabei unterscheiden sich Geschmack, Nährwerte und Verwendungsmöglichkeiten.

Pistazien sind eine von vielen Nusssorten.
Pistazien sind eine von vielen Nusssorten. © Sara_Hegewald / Pixelio

Nussarten, die auch bei uns wachsen

  • Walnüsse haben ein typisches Aroma und sind ernährungsphysiologisch besonders wertvoll, denn der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wirkt sich günstig auf Herz und Arterien aus. Walnüsse enthalten verschiedene B-Vitamine, Kalium und Zink. Allerdings sind sie auch sehr fettreich. Sie schmecken pur und sind eine beliebte Zutat für Müsli, Obstsalat, Gebäck und Brot. Sie harmonieren mit Käse und können auch herzhaften Soßen eine besondere Note verleihen. Das aromatische Walnussöl eignet sich sehr gut für Salatdressings.
  • Haselnüsse schmecken direkt nach der Ernte am besten. Sie enthalten hauptsächlich die Vitamine B und E, daneben Lecithin, Gerbstoffe, Eisen und Kupfer. In gemahlener Form sind sie eine beliebte Backzutat. Darüber hinaus verwendet man Haselnüsse für Konfekt, Müsli und Desserts. Als ganze Kerne oder gehackt können Sie die Nüsse auch einem Brotteig beimischen.
  • Maroni beziehungsweise Esskastanien haben im Gegensatz zu anderen Nusssorten einen geringen Fettanteil. Dafür enthalten sie aber sehr viele Kohlenhydrate. Wenn Sie Esskastanien rösten möchten, schneiden Sie die Schale kreuzförmig ein und backen Sie die Maroni etwa 40 Minuten lang.

Exotische Nusssorten im Überblick

  • Mandeln gibt es als Süßmandeln und Bittermandeln. Bittermandeln sind in der Regel nur in Apotheken erhältlich, da sie eine Vorstufe der giftigen Blausäure enthalten. Daher dürfen Sie Bittermandeln nicht roh verwenden. Süßmandeln enthalten unter anderem Vitamin E, Folsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium. Gemahlene und gehobelte Mandeln verfeinern viele Gebäcksorten. Mandeln schmecken auch pur, mit Zucker oder Salz gebrannt oder im Müsli. Ebenso verfeinern geröstete Mandelblättchen herzhafte Gerichte wie Fisch oder Geflügel.
  • Erdnüsse enthalten viel Eiweiß, Linolsäure, B-Vitamine, Niacin und Folsäure. Sie können die Nüsse als Knabberei, für Gebäck und Süßspeisen verwenden, aber auch zum Verfeinern herzhafter Gerichte. Leider können Erdnüsse bei entsprechend veranlagten Personen bereits in geringen Mengen zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen führen. Achten Sie darauf, wenn Sie Gäste bewirten.
  • Macadamianüsse stammen ursprünglich aus Australien. Sie sind knackig, haben eine sehr zarte Konsistenz und einen milden Geschmack. Am besten schmecken die vergleichsweise teuren Nüsse geröstet und leicht gesalzen. Man verwendet sie aber auch für Gebäck, Eiscreme und Pralinen. Von allen Nüssen haben Macadamianüsse den höchsten Fett- und Eiweißgehalt. Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, B-Vitamine, Kalzium und Eisen.
  • Cashewkerne werden hauptsächlich in Indien angebaut und sind ein wichtiger Bestandteil eines indischen Currys. Die nierenförmigen Kerne enthalten mehr Kohlenhydrate und weniger Fett als die meisten anderen Nusssorten. Darüber hinaus weisen sie einen hohen Gehalt an Kupfer und B-Vitaminen auf. Cashewkerne eignen sich auch als Gebäckzutat oder gesalzen als Knabberei.
  • Paranüsse erkennen Sie an der typischen dreikantigen Form. Die Konsistenz erinnert an Macadamianüsse, der Geschmack ist sehr aromatisch. Paranüsse sind eiweißreich und enthalten viel Selen und Vitamin B1. Sie eignen sich zum Knabbern sowie gehackt als Gebäckzutat und zum Verfeinern von Salaten.
  • Pekannüsse sind vor allem in den USA sehr verbreitet. Sie ähneln Walnüssen und werden auch ähnlich verwendet. Allerdings haben sie einen noch höheren Fettgehalt als Walnüsse und ein milderes Aroma.
  • Pistazien wachsen hauptsächlich im Mittelmeergebiet. Sie enthalten viel Eiweiß, Kalium und Eisen. Die hellbraune harte Schale, die den grünlichen Kern umschließt, springt beim Rösten auf. Pistazien genießt man pur, gesalzen oder in Gebäck, Pralinen, Desserts oder Pesto. Auch verschiedene Wurstsorten enthalten Pistazien.
  • Ganze Kokosnüsse erhalten Sie hierzulande nur in ausgereiftem Zustand. Das heißt, das Fruchtfleisch hat sich verfestigt und das Kokoswasser ist nicht mehr schmackhaft. Das Fruchtfleisch gibt es bei uns hauptsächlich als Kokosraspel zu kaufen. Im Gegensatz zu anderen Nüssen hat das Fruchtfleisch der Kokosnuss einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren.

Wissenswertes zu Nüssen

  • Nicht alle Nusssorten sind auch Nüsse im botanischen Sinne. So ist zum Beispiel die Mandel eine Steinfrucht und die Erdnuss eine Hülsenfrucht.
  • Lagern Sie ungeschälte Nüsse kühl und trocken. Die meisten Nusssorten sind so mehrere Monate lang haltbar.
  • Bewahren Sie geschälte Nüsse in einer gut verschlossenen Verpackung auf.
  • Achten Sie auf Schimmelbefall. Verschimmelte Nüsse dürfen Sie auf keinen Fall verwenden. Sind geschälte Nüsse betroffen oder Pistazien, deren Schalen geöffnet sind, entsorgen Sie am besten die ganze Packung.
  • Viele Nüsse enthalten hochwertige Fettsäuren, viel Eiweiß sowie verschiedene wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Sie sind daher wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Wegen ihres hohen Fettgehaltes sollte man sie jedoch in Maßen genießen. Eine Handvoll Nüsse pro Tag gilt als Richtlinie.
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