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Alles über Nudeln

Nudeln, Pasta, Spätzle, Udon - Teigwaren sind in weiten Teilen der Welt ein beliebtes Grundnahrungsmittel. Sie werden aus Hartweizen, Reis oder Kartoffeln in verschiedenen Formen und Farben hergestellt. Genauso unterschiedlich sind Nährwerte und Zubereitungsmethoden.

Vollkorn-, Reis- und klassische Spaghetti unterschieden sich in Aussehen und Geschmack.
Vollkorn-, Reis- und klassische Spaghetti unterschieden sich in Aussehen und Geschmack.

Definition und Geschichte von Teigwaren

Nudeln entstanden in verschiedenen Teilen der Welt. Die ältesten Belege kommen aus China, wo in einem Grab Hirsenudeln gefunden wurden, aus der Zeit um 2000 vor Christus. In Europa ist die Nudelherstellung seit der Antike bekannt. Belege für die Nudelherstellung in Sizilien stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im späten 18. Jahrhundert wurden in Deutschland erstmals Nudeln industriell hergestellt, in der Erfurter Teigwarenfabrik. Doch wie sind Nudeln definiert?

  • Die meisten Nudeln gehören zu den Teigwaren. Sie werden aus in Formen gebrachtem Teig, in Deutschland meist Hartweizen, gefertigt. Der Teig wird getrocknet und ist lange haltbar.
  • Sie kochen die Nudeln in Wasser und erhalten ein Nudelgericht. Wenn Sie den Nudelteig frisch zubereiten, entfällt der Produktionsschritt des Trocknens.
  • Nicht alle Nudeln sind Teigwaren. Sie enthalten weitere Zutaten, die sie vom definierten Nudelteig unterscheiden. Nudeln aus Kartoffelteig, beispielsweise Schupfnudeln, oder Hefeteig, zum Beispiel Dampfnudeln, sind keine Teigwaren.
  • Die industrielle Herstellung von Nudeln beinhaltet das Trocknen der fertigen Teigwaren. Beim Kochen entstehen aus dem harten Teig weiche Nudeln. Nudelteig, der durch Bronzeformen gepresst wird, ist rauer als solcher, der durch teflonbeschichtete Formen gedrückt wird. Je rauer die Nudel, desto besser haftet die Soße an ihr.
  • Nudelteig können Sie selbst herstellen. Für Spaghetti brauchen Sie eine Nudelmaschine, welche den Teig in die typische Form schneidet. Per Hand können Sie Maultaschen oder Ravioli aus Nudelteig fertigen.

Von Spätzle bis Udon - Formen der Nudel

Die Nudel finden Sie in verschiedenen Formen und Farben und aus verschiedenen Teigen.

  • Die typische italienische Pasta besteht aus Hartweizengries. In keinem anderen Land nehmen Nudeln so vielfältige Formen an. Sie finden lange, dünne Spaghetti, gedrehte Fusilli, rautenförmige Penne, dicke, kurze Rigatoni und schmetterlingsförmige Farfalle. Pasta ist in Italien ein Hauptgericht und wird mit Soße gereicht.
  • Die deutsche Nudelkultur orientiert sich am italienischen Vorbild. Teigwaren finden in Deutschland weniger Verbreitung als Kartoffeln. In Baden-Württemberg nimmt die Nudel eine Sonderstellung in der lokalen Küche ein.
  • In Österreich wird dem Nudelteig Ei zugefügt. Die traditionellen Fleckerl erhalten Sie als Kraut- oder Schinkenfleckerl.
  • In der Schweiz heißen nur Bandnudeln Nudeln. Alle anderen Nudelarten heißen Pasta. Schweizer Spätzle, die umgangssprachlich unter die Nudeln fallen, sind Teigwaren, aber im Sinne des Lebensmittelrechts keine Nudeln.
  • In Asien finden Sie eine vielfältige Nudelkultur. Glasnudeln werden aus Mungbohnenstärke hergestellt. Sie sind auch in Deutschland bekannt.
  • Reisnudeln sind helle, welche Nudeln aus Reismehl. Mie-Nudeln aus China enthalten Ei und sind der italienischen Pasta am ähnlichsten.
  • Japaner essen Udon und Ramen in Nudelsuppen. Beide Nudelarten werden aus Weizenmehl gefertigt. Soba sind Nudeln aus Buchweizenmehl, die traditionell kalt mit Frühlingszwiebeln und Sojasoße gegessen werden.

Verschiedene Nudelgerichte

Sie können mit Nudeln und Nudelteig verschiedene Gerichte auf den Tisch zaubern.

  • Der Klassiker sind Nudeln mit Soße, wie sie in Italien gegessen werden. Sie können Spaghetti, Spiralen (Fusilli), Penne, Farfalle oder andere Nudelformen verwenden. Typisch sind Soßen auf Tomatenbasis wie Napoli- oder Bolognesesoße. Pesto kann die Soße ersetzen.
  • Lasagne ist eine typische Nudelspeise, bei der der Nudelteig zu großen Platten ausgewalzt wird. Sie schichten in einer Auflaufform Lasagneplatten und Soße abwechselnd und schließen mit einer Käseschicht und Crème fraîche.
  • Sie können mit Nudeln Aufläufe zubereiten. Penne oder Fusilli, Gemüse und Tomatensoße werden gemischt und mit Käse überbacken.
  • Nudeln sind eine Sättigungseinlage in Suppen. In Deutschland kennen Sie Buchstabennudeln oder kleine Nudeln in Sternchenform, die in die Suppe kommen. Auch Muschelnudeln sind beliebt in Suppen. In Asien sind Udon und Ramen Grundlage von Nudelsuppen und werden in der Regel als Suppe gegessen.
  • Im Sommer sind Nudelsalate gern gesehene kalte Speisen. Bei Feiern und Grillabenden darf ein Nudelsalat nicht fehlen. In Deutschland wird er meist mit Mayonnaise und Gemüse zubereitet.

Sie können Kalorien sparende Nudelsalate zubereiten, indem Sie die Mayonnaise weglassen und ein wenig Olivenöl und Essig über den Salat geben.

Nährwerte von Nudeln

Nudeln haben je nach Teigform unterschiedliche Nährwerte.

  • Pasta aus Hartweizengries hat etwa 150 Kilokalorien pro 100 Gramm gekochtes Produkt. Sie enthält ein Drittel Kohlenhydrate, wenig Mineralstoffe und Spurenelemente.
  • Reisnudeln haben weniger Kalorien, etwa 110 Kilokalorien pro 100 Gramm gekochte Nudeln. Sie bestehen zu einem Viertel aus Kohlenhydraten.
  • Eine fast kohlenhydratfreie Form der Nudel ist die japanische Shiratakinudel aus Konjak. Shiratakinudeln enthalten ein Gramm verwertbare Kohlenhydrate pro 100 Gramm. Sie sind für Low-Carb-Diäten und bei Glutenunverträglichkeit geeignet.

Wenn Sie Hartweizennudeln al dente kochen, bewirken diese einen weniger starken Blutzuckeranstieg, als wenn Sie die Pasta weich kochen. Das liegt an der Veränderung der Kohlenhydratzusammensetzung beim Kochen. Je länger Sie Nudeln kochen, desto höher ist der Glykämische Index. Wenn Sie Lust auf neue Nudelgerichte bekommen haben, können Sie sich auf Pastaweb inspirieren lassen, wo Sie vielfältige Nudelrezepte finden.

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