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Norwegen mit dem Motorrad erkunden - darauf sollten Sie achten

In den Sommermonaten ist Norwegen sehr gut für eine Tour mit dem Motorrad geeignet. Dort können Sie die schöne Landschaft genießen. Schnell fahren dürfen Sie allerdings nicht.

Zu schnelles Motorradfahren ist in Norwegen teuer.
Zu schnelles Motorradfahren ist in Norwegen teuer.

    Mit dem Motorrad durch Norwegen

    Norwegen ist ein sehr lang gezogenes Land. Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Tour mit dem Motorrad planen, damit Sie unterwegs auch noch Zeit haben, sich die Orte anzusehen und die Landschaft zu genießen.

    • Norwegen wird durch den Gebirgszug der Skanden in zwei klimatisch verschiedene Gebiete geteilt. An der Küste im Westen herrscht ein feuchtes und mildes Klima und es bleibt fast den ganzen Winter über eisfrei. Hinter den Skanden ist es trockener und die Temperaturunterschiede zwischen den Sommer- und Wintermonaten sind sehr viel größer als an der Küste.
    • Regen gibt es vor allem an der Küste, wobei die Menge an Niederschlag von Norden nach Süden zunimmt. Bergen liegt sehr weit südlich und ist eine der regenreichsten Städte Europas. Entlang des Küstenstreifens ist es im Frühjahr trockener als im Herbst.
    • In Norwegen wird auf vielen Straßen eine Mautgebühr für Autos erhoben, Motorradfahrer dürfen aber fast immer umsonst fahren. Innerhalb der Ortschaft sind 50 Stundenkilometer erlaubt, außerorts 80 Stundenkilometer. Auf Autobahnen dürfen Sie meist 90 Stundenkilometer schnell sein, auf einigen ausgeschilderten Strecken aber auch 100 Stundenkilometer. Es gibt häufig Geschwindigkeitskontrollen und die Strafen für zu schnelles Fahren sind hoch.
    • Grundsätzlich müssen Sie inner- und außerorts auch tagsüber mit Licht fahren.
    • Eine große Gefahr für Motorradfahrer ist der Wildwechsel. Auf Norwegens Straßen sind nicht nur Elche und Rentiere, sondern auch Ziegen und Schafe unterwegs. Achten Sie deshalb auf die Hinweisschilder.
    • Eine sehr beliebte Strecke ist der "Trollstigen", zu Deutsch "Trollleiter". Die Route beginnt in der Nähe von Andalsnes und führt mit einer Steigung von 12 Prozent zur Passhöhe. Dabei müssen einige Haarnadelkurven genommen und ein Höhenunterschied von 405 Meter überwunden werden. Etwa nach der Hälfte der Fahrzeit wird dabei der 320 Meter hohe Wasserfall Stigfossen überquert. Der Trollstigen ist witterungsbedingt nur im Sommer geöffnet und kann von Juni bis September befahren werden.
    • Zum Nordkap, dem nördlichsten Punkt Europas, führt die E69. Dort können Sie von Mitte Mai bis Ende Juli die Mitternachtssonne genießen. Vom Festland können Sie durch den Nordkap-Tunnel fahren, der unter der See verläuft und knapp sieben Kilometer lang ist. Er bringt Sie auf die Insel Magerøy, auf der das Nordkap liegt. Im Tunnel gibt es an einigen Stellen Steigungen bis zu neun Prozent.
    • Alternativ können Sie auch ein Schiff der Hurtigruten nehmen, auf das Sie auch Ihr Motorrad mitnehmen können. Hurtigruten ist die traditionelle Postschifflinie, die die Orte entlang der Westküste abfährt. Bergen ist auf dieser Linie die südlichste, Kirkenes die nördlichste Station. Der nahegelegenste Hafen am Nordkap ist Honningsvåg, der etwa 40 Kilometer entfernt liegt.

    Auf diese Weise könnten Sie Ihre Motorradtour durch Norwegen mit einer Schiffsreise kombinieren.

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