Ein erhöhter Puls vor einem Vorstellungsgespräch ist für viele nicht gerade entspannend. Der Konkurrenzdruck steigt, und wer diesem Druck nicht gewachsen ist, geht schnell unter. Sie können daran arbeiten. Ein normaler Puls hilft dabei. So geht´s.
- 24.01.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Bringen Sie Ihren Puls wieder auf Normalspur
- Lange Arbeitslosigkeit und die Angst in eine ungewisse Zukunft zu gehen kann den Körper stressen. Hinzu kommt der Druck, durch eventuelle finanzielle Not schnell wieder einen Job zu finden. Ein normaler Pulsschlag ist da nicht drin.
- Es ist sicher in dieser Konstellation schwierig, dem Druck gewachsen zu sein. Wenn Sie allerdings relativ entspannt und selbstbewusst in das Vorstellungsgespräch gehen, werden Sie feststellen, dass Sie gut ankommen. Denn wenn Sie nach einer Bewerbung eingeladen werden, sind Sie auf jeden Fall schon einmal qualifiziert. Das sollten Sie ausnutzen.
- Es gibt Menschen, die relativ cool in das Gespräch gehen. Allerdings ist das etwas, was Arbeitgeber nicht unbedingt möchten. Das eine gewisse Aufregung vorhanden ist und Sie keinen normalen Puls haben, ist menschlich. Wenn der Puls rast, sollten Sie allerdings etwas dagegen tun. Wenn Sie zu nervös sind, macht das die Arbeitgeber stutzig.
Ein relativ normaler Puls: Wie geht das?
- Freuen Sie sich zunächst auf das Vorstellungsgespräch, und denken Sie nicht direkt „Das klappt doch eh wieder nicht“.
- In dem Vorstellungsgespräch geht es nur noch darum, sich gut zu verkaufen. Das heißt auch, dass Sie an sich glauben sollten. Wenn Sie das nicht tun, wird das mit dem Verkaufen nichts werden.
- Es ist eine kleine Prüfung. Und wie vor jeder Prüfung sollten Sie sich gut vorbereiten. Je besser Sie vorbereitet sind, desto höher sind Ihre Chancen.
- Überlegen Sie sich vorab einige Fragen, die Sie selbst stellen möchten. Danach bereiten Sie sich auf die Fragen vor, die eventuell gestellt werden können. Dazu gehört auch, dass Sie sich über die Firma informieren.
- Diese Fragen könnten gestellt werden: „Weshalb kommt gerade diese Stelle für Sie in Betracht, und warum glauben Sie, dass Sie qualifiziert sind?“, „Erzählen Sie etwas über sich und über die berufliche Laufbahn.“, „Sind Sie belastbar und warum glauben Sie, dass Sie belastbar sind?“
- Die Schlimmste aller Fragen: „Erzählen Sie etwas über Ihre Stärken und Schwächen“. Diese Frage kommt in der Regel immer.
- Fragen Sie selbst, ob Sie die Firma einmal sehen können, eventuell die neuen Kollegen und Ihren Arbeitsplatz. Fragen Sie auch, was von Ihnen erwartet und warum die Stelle neu besetzt wird. Sie dürfen auch ruhig fragen, welche Kompetenzen Sie haben und welchen Stellenwert die Weiterbildung hat. Je vorbereiteter Sie auf einzelne Fragen sind, desto entspannter können Sie in das Vorstellungsgespräch gehen. Ein relativ normaler Puls ist dann optimal.
- Halten Sie immer Blickkontakt. Machen Sie sich Notizen. Es ist auch ein Pluspunkt, wenn Sie die Moderation dem Arbeitgeber überlassen, sonst könnte sein Puls steigen.
- Machen Sie zu Hause und vor Beginn des Gespräches Atemübungen. Atmen Sie ganz tief ein und halten die Luft ein paar Sekunden fest. Dann atmen Sie langsam wieder aus. Achten Sie darauf, dass die Atmung nicht zu schnell wird und Sie nicht zu lange die Luft anhalten. Sonst wird Ihnen vielleicht schwindlig.
- Bedanken Sie sich nach dem Vorstellungsgespräch. Sagen Sie, wenn das auch so ist, dass Sie Interesse an dem Job haben. Bleiben Sie dabei authentisch.
- Fragen Sie, wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können, oder schreiben Sie einige Tage später eine E-Mail an den Moderator. Damit bekunden Sie noch einmal Ihr Interesse.
- Analysieren Sie für sich selbst noch einmal das Gespräch und schreiben Sie sich auf, was Ihnen gut gefallen hat und was nicht.
- Ein normaler Puls ist nicht notwendig. Denn es geht ja auch um etwas. Wenn Sie sich gut vorbereiten, kann Ihnen nicht mehr viel passieren. Zeigen Sie dem Arbeitgeber, dass Sie genau die Richtige oder der Richtige sind.