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Nomenklaturregel - das sollten Sie darüber wissen

Um die wachsende Anzahl bekannter organischer Verbindungen eindeutig und übersichtlich bezeichnen zu können, wurde im 19. Jahrhundert erstmals das Genfer Nomenklatursystem aufgestellt. Die dem zugrundeliegende, festgelegte Nomenklaturregel ist für die Benennung chemischer Verbindungen weltweit durch die IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) geregelt.

Die Nomenklaturregel regelt die Bezeichnung chemischer Verbindungen.
Die Nomenklaturregel regelt die Bezeichnung chemischer Verbindungen.

Es gibt eine Vielzahl organischer Verbindungen und es werden stetig mehr. Eine systematische Bezeichnungsweise ist daher unerlässlich, um sich über die chemischen Verbindungen weltweit austauschen zu können. Die Nomenklaturregel gibt dabei genau vor, nach welchen Kriterien Sie eine organische Verbindung richtig benennen.

Die Nomenklaturregel für organische Verbindungen

  • Um organische Verbindungen übersichtlich und vor allen Dingen eindeutig benennen zu können, wurde die Nomenklaturregel aufgestellt.
  • Viele Verbindungen besitzen auch Trivialnamen, die aber weltweit allein schon durch die verschiedenen Sprachen die Verständigung über eine bestimmte organische Verbindung erschweren.
  • Die von der IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) festgelegte Nomenklaturregel ist weltweit gültig und erleichtert so den sprachlichen Austausch über die chemischen Stoffe.
  • Um die Nomenklaturregel für Alkane (gesättigte Kohlenwasserstoffe) anzuwenden, suchen Sie sich zuerst die längste Kette der Kohlenstoffatome Ihres Moleküls heraus. Dies ist die Hauptkette.
  • Jetzt nummerieren Sie die C-Atome durch und erhalten so den Basisnamen des Moleküls.
  • Die Bezeichnungen stammen dabei aus dem Griechischen. Ein Alkan mit 3 C-Atomen wird zum Beispiel Propan, eines mit 5 C-Atomen Pentan genannt.
  • Die Seitenketten werden ebenfalls nummeriert. Der Name einer Seitenkette leitet sich von den Alkanen ab und erhält statt -an die Endung -yl.
  • Gibt es mehrere Seitengruppen, schreibt die Nomenklaturregel vor, dass diese in alphabetischer Reihenfolge genannt werden.
  • Zweigen von der Hauptgruppe mehrere identische Seitengruppen ab, werden diese durch griechische Vorsilben wie bspw. Di- (zwei) oder Tetra- (vier) gekennzeichnet.
  • Zwei Methylgruppen als Seitengruppen werden dann als Dimethyl- bezeichnet.

Für sämtliche organische Verbindungen gibt es durch die verbindliche Nomenklaturregel Kriterien, nach der Sie diese benennen müssen.
Weiterführende Informationen zur Nomenklaturregel finden Sie unter anderem auf „Die Chemieseite“.

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