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Nikotin entfernen - so gelingt es Ihnen

Nikotin entfernen - so gelingt es Ihnen2:19
Video von Bianca Koring2:19

Nikotin ist, wenn man es als Substanz betrachtet, eine farblose, ölige Flüssigkeit. In Verbindung mit Sauerstoff wird es allerdings braun und führt zu hässlichen Verfärbungen an Händen, Gardinen, Fensterrahmen und Kleidung. Leider kann Nikotinverfärbung recht hartnäckig sein und es stellt sich die Frage, wie es sich wieder entfernen lässt.

Was Sie benötigen:

  • Zitrone
  • Bleichmittel
  • Essig
  • Waschmittel
  • Seife
  • Bimsstein
  • Isopropanol

Nikotin ist ein Nervengift

  • Nikotin gewinnt man aus der Tabakpflanze, die zur Produktion von Zigaretten und Zigarren benötigt wird. Durch das Einatmen dieses Nervengiftes spüren Raucher vorübergehend eine Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit und Konzentration. Nikotinkonsum führt sehr schnell in eine Abhängigkeit, die auf das Bedenklichste gesundheitsgefährdend ist.
  • Nikotin gehört zu den Alkaloiden (basische Stoffe), ist also eine Base, eine wässerige Lösung, die pH-Werte erhöht und Säuren zu neutralisieren vermag. Dies zu wissen ist wichtig, wenn Sie Flecken von Nikotin entfernen möchten, denn so wie eine Base Säuren neutralisiert, so neutralisieren Säuren Basen. Aber seien Sie vorsichtig. Ob Säure oder Base, beide Stoffe können in hoher Konzentration ätzend sein.
  • Legt sich Nikotin dauerhaft auf Gardinen, Kleidung, Fensterrahmen und Finger, wird es immer schwerer den braunen Film zu lösen, denn er ätzt sich unmerklich in die entsprechenden Oberflächen ein. Wenn Sie Raucher sind, sollten Sie deshalb um so öfter Ihre Hände, Gardinen, Kleidungsstücke, Fensterrahmen usw. reinigen. Vielleicht fehlt Ihnen die Zeit und Gelegenheit, z. B. nach jeder Zigarette die Hände zu waschen, dann könnten braune "Nikotinfinger" die Folge sein.

Nikotin lässt sich mit Zitronensäure entfernen

  • Wenn Sie Nikotin von Ihren Fingern entfernen möchten, ist es eine Frage der Nikotin-Intensität. Versuchen Sie es zunächst mit Zitronen. Weichen Sie die Hände in warmem Wasser ein und reiben Sie die Nikotinstellen mit einer halbierten Zitrone mehrmals ab. Zwischendurch waschen Sie die Hände immer wieder mit Seife.
  • Falls das Nikotin fester haftet, probieren Sie den Vorgang erneut und nehmen Sie noch einen Bimsstein hinzu. Weichen Sie die Finger ein, reiben Sie mit der halben Zitrone die Stellen ein, waschen Sie die Hände mit Seife, weichen Sie sie erneut ein und scheuern sie Sie mit einem Bimsstein.
  • Um Ihre Kunststofffensterrahmen zu reinigen, mischen Sie dem warmen Wischwasser noch Essig hinzu. Nehmen Sie ein Baumwolltuch und gehen Sie gründlich über die Rahmen. Mischen Sie das Essigwasser nicht zu dünn, damit die Säure wirken kann. Ein von vielen Hausfrauen favorisierter Tipp ist, Sprüh-Sidolin gegen Nikotin vergilbte Kunststofffensterrahmen einzusetzen.
  • Durch Nikotin vergilbte Kleidung sollten Sie in einer Isopropanol-Lösung einweichen. Isopropanol ist ein Bestandteil der Desinfektionsmittel und in Apotheken erhältlich. Anschließend waschen Sie die Kleidung wie gewohnt in der Waschmaschine.
  • Alternativ könnten Sie für die Kleidung auch ein Wasser-Spiritus-Gemisch anrühren. Aber Vorsicht: Beide Stoffe (Spiritus und Isopropanol) sollten Sie an einer unauffälligen Stelle der Kleidung ausprobieren, um zu prüfen, ob die Kleidung farb- und faserecht ist, damit sie sich nicht zersetzt oder verfärbt.
  • Möchten Sie Ihre nikotinvergilbten Gardinen reinigen, rühren Sie ein Gemisch von Salz, Wasser, Waschpulver und Essig an. Weichen Sie die Gardinen während der Nacht darin ein. Am nächsten Tag waschen Sie sie wie gewohnt.
  • Weiße Stores lassen sich oft gut mit einem speziellen "Weißmacher bzw. Bleichwaschmittel" waschen. Prüfen Sie aber immer, ob die jeweiligen Gardinenstoffe mit einem Bleichmittel gewaschen werden dürfen. Z. B. kann Baumwolle durch Bleichmittel plötzlich beige wirken. Kontrollieren Sie deshalb grundsätzlich an nicht auffälligen Stellen die Wirkung der angegebenen Mittel.



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