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Neuwagen einfahren - darauf sollten Sie achten

Ein Neuwagen steht in der Garage, vollgepumpt und auf Hochglanz poliert - los geht's. Gleich durchstarten oder oder doch erst einige tausend Kilometer einfahren, diese Frage stellt sich so gut wie jeder neue Autobesitzer.

Ein Neuwagen motiviert zum Gas geben - aber Vorsicht!
Ein Neuwagen motiviert zum Gas geben - aber Vorsicht!

Warum Einfahren notwendig ist

Lesen Sie zunächst einmal die Gebrauchsanleitung in ihrem Fahrzeug. Im Normalfall finden Sie dort eine Angabe, wie lange Ihr Auto eingefahren werden sollte. Aus folgenden Gründen bedarf ein Neuwagen eben dieser Schonzeit:

  • Lagerschalen und Lagerzapfen müssen sich aneinander anpassen, dazu sind einige Kilometer notwendig.
  • Auch Zylinder und Kolben brauchen eine gewisse Zeit, um sich einspielen zu können. Das Öl sollte außerdem bis in die letzten Ritzen des Motors vordringen. Sobald Kolben und Zylinder aufeinandertreffen würden, ohne das ein Schmierfilm die beiden trennt, kann das zu Kerben im Metall führen und damit die Lebensdauer des Motors verkürzen.
  • Die Beläge und Scheiben der Bremsen benötigen auch zunächst einige Bremsmanöver, bis sie sich eingeschliffen haben und maximale Bremskraft erreicht wird.
  • Besonders wichtig bei widrigen Wetterverhältnissen sind die Reifen, die allerdings auch erst nach 300 Kilometern ihre beste Haftungsfähigkeit aufweisen.
  • Neue Stoßdämpfer sind meist noch viel zu schwergängig, um kleinere Unebenheiten auszugleichen.
  • Der Ölverbrauch von Neuwagen übersteigt den eines eingefahrenen Autos. Besonders Dieselmotoren sind in der Anfangszeit schnell nachfüllbedürftig.

Damit ist Ihr Neuwagen auf der sicheren Seite

  • Unterlassen Sie besonders auf den ersten rund 1000 Kilometern Vollgas und fahren Sie mit mäßigen Drehzahlen. Hierbei ist auf die Temperaturanzeige des Motoröls zu achten, die etwa 80 Grad erreicht haben sollte, bevor Sie mit Ihrem Auto schneller fahren und beschleunigen können. Dies gilt auch noch nach der Einfahrtszeit.
  • Zusätzlich ist es zu empfehlen, die Bremsanlage öfter zu fordern, damit sich Bremsscheiben und Bremsbeläge einschleifen. Geringeren Bremswirkungen können Sie dabei ganz einfach entgegenwirken, indem Sie den Pedaldruck beim Bremsen erhöhen.
  • Der hohe Ölverbrauch eines Neuwagens lässt sich leicht kontrollieren, wenn Sie bei jedem Tanken auch gleich den Ölstand nachprüfen.
  • Der Kunststoff, der in Ihrem neuen Auto verbaut wurde, neigt dazu, auszudünsten. Diese Dämpfe sind zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, allerdings sind sie nachgewiesener Maßen dazu in der Lage, müde zu machen.
  • Um den Motor an kommende Belastungen zu gewöhnen, sollten Sie ihn idealerweise in unterschiedlichen Drehzahlbereichen einfahren. Vermeiden Sie dabei dennoch eine unter- als auch eine übertourige Fahrweise.
  • Landstraßen bieten für all das das die perfekten Voraussetzunge: Hügel,Kurven  aber auch gerade Strecken auf dieser Straßenart geben Ihrem Auto die Möglichkeit, sich auf alles Kommende vorzubereiten.
    Die Stoßdämpfer wiederum können Sie auf leichten Geländestrecken oder auch auf Kopfsteinpflastern aus der anfänglichen Steifheit lösen.

Fahren Sie Ihren Neuwagen lieber defensiv und vorausschauend ein, als gleich das Gas voll durchzutreten. Sowohl der Motor als auch die restlichen Bestandteile des Wagens werden es Ihnen danken und viele weitere Kilometer für Sie zur Verfügung stehen.

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