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Netzwerkfestplatte - Schreibschutz löschen für Dokumente mit Allgemeinzugriff

Auf Netzwerkfestplatten gibt es Ordner, die für den allgemeinen Zugriff aller Nutzer im lokalen Netzwerk freigegeben sind. Oftmals verhindern die standardmäßig gesetzten Rechte ein Löschen der Dateien durch die User. Es gibt verschiedene Wege, um die Rechte so zu setzen, dass Dateien auch gelöscht werden können.

Bei Netzwerkfestplatten handelt es sich um Mini-PCs.
Bei Netzwerkfestplatten handelt es sich um Mini-PCs.

Was Sie benötigen:

  • PuTTY
  • Advanced IP Scanner
  • NAS

Rechteverwaltung bei Netzwerkfestplatten: Grundlagen

  • Bei Netzwerkfestplatten, oft auch kurz als "NAS" bezeichnet, handelt es sich um Mini-PCs, auf denen ein Linux-Betriebssystem läuft.
  • Auf diesen Mini-Servern läuft meist ein kleiner Webserver, über den eine Administrationsoberfläche bereitgestellt wird. Andernfalls erfolgt die Verwaltung mit Unix-Kommandos über einen Remote-Zugriff.
  • Wichtig ist es, den Gruppenordner auf dem NAS so zu konfigurieren, dass eingestellte Berechtigungen auf untergeordnete Verzeichnisse und Dateien vererbt werden. Andernfalls gelten in angelegten Ordnern wieder die Defaulteinstellungen, nach denen ein Löschen von Dateien oder Ordnern untersagt ist.

Über die Weboberfläche Rechte setzen

  1. Rufen Sie die Administrationsoberfläche der Netzwerkfestplatte in einem Webbrowser auf. Meist ist sie unter https://192.168.0.x zu erreichen, wobei das x entsprechend der lokalen Adressvergabe in Ihrem Netzwerk anzupassen ist.
  2. Viele Hersteller legen Ihren NAS-Systemen ein Tool für Windows-PCs bei, um die IP-Adresse der Netzwerkplatte zu finden. Alternativ kann man sich auch ein kostenloses Tool wie den Advanced-IP-Scanner aus dem Internet laden.
  3. Loggen Sie sich mit den Zugangsdaten des Administrators ein.
  4. Wechseln Sie zum Menüpunkt Ordnerverwaltung und wählen Sie das Gruppenlaufwerk mit Allgemeinzugriff aus. Meist heißt es "Share".
  5. Suchen Sie den Bereich, in dem die Einstellungen für Dateirechte vorgenommen werden, und markieren Sie die entsprechenden Checkboxen, die ein Löschen von Dateien erlauben.
  6. Vergessen Sie nicht, ebenfalls die Vererbung der Einstellungen auf Unterverzeichnisse und Dateien zu aktivieren.
  7. Speichern Sie die Einstellungen und loggen sich aus dem Webinterface der Netzwerkfestplatte wieder aus.

Rechte setzen über die Konsole

  1. Alternativ erlauben einige Netzwerkfestplatten einen Remote-Zugriff über einen Telnet- oder SSH-Client. Bauen Sie eine Verbindung mit einem entsprechenden Client, wie dem frei verfügbaren PuTTY, auf und loggen sich als Root User auf dem NAS ein.
  2. Wechseln Sie mit dem cd-Befehl in den Ordner, der das Gruppenlaufwerk abbildet. Dieser könnte beispielsweise cd/mnt/array1/share lauten, ist aber abhängig vom individuellen Aufbau des jeweiligen NAS-Systems.
  3. Wird das NAS als RAID1 Array betrieben, stellen Sie sicher, dass Sie auch tatsächlich in das virtuelle RAID-Laufwerk wechseln und nicht direkt eine der gespiegelten Partitionen bearbeiten. Finden Sie zwei ähnlich bezeichnete Laufwerke mit identischem Inhalt, bearbeiten Sie vermutlich das falsche Laufwerk. Suchen Sie eine Partition, die die Bezeichnung "array" im Namen trägt.
  4. Vergeben Sie die Rechte mit dem chmod-Befehl und vergessen Sie nicht, den Parameter -R zu setzen, der die Rechte rekursiv für alle Unterordner setzt. Der Befehl sollte lauten chmod -R 755 *.
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