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Nervliche Belastung mindern - so geht's

Stress, Hektik und Zeitdruck sind aus dem heutigen Alltag kaum wegzudenken. Es fällt oft schwer, diese nervliche Belastung auszuhalten. Doch mit den richtigen Strategien können Sie es schaffen, wieder neue Lebensfreude zu gewinnen.

Nervliche Belastung kann die täglichen Aufgaben stark erschweren.
Nervliche Belastung kann die täglichen Aufgaben stark erschweren.

Nervliche Belastung richtig erkennen

Wenn Sie sich einer nervlichen Belastung ausgesetzt fühlen, besteht oft der Wunsch, diese möglichst schnell zu vermindern. Wahrscheinlich werden Sie auch schon einige Dinge probiert haben, die beim Abschaffen der Belastungen helfen könnten. Manche von denen mit Erfolg und viele jedoch auch erfolglos. Dass diese Veränderung nicht auf Anhieb gelingt, ist völlig normal und sollte Sie nicht verärgern.

  • Vor der Veränderung, steht zunächst das Erkennen der nervlichen Belastung. Erst wenn Sie richtig verstanden haben, was genau Sie belastet, können Sie eine Veränderung erreichen. 
  • Wichtig dabei ist, dass Sie analysieren, was an der Situation nervlich belastend ist. Sind es tatsächlich nur Dinge, die von außen auf Sie einströmen oder könnte der nervliche Stress auch aus Ihnen herauskommen?

Analysieren Sie die belastenden Situationen

Zum Erkennen der nervlichen Belastung helfen kleine Situationsanalysen, die auch in der Psychotherapie eingesetzt werden. Am besten gelingt dies im Anschluss an die belastende Situation. 

  1. Schreiben Sie zunächst die exakte Situation auf. Seien Sie hier so präzise und vor allem so objektiv, wie möglich. Vermeiden Sie hierbei Bewertungen, wie zum Beispiel "Der Chef wollte mich wieder ärgern". Schreiben Sie stattdessen zum Beispiel "Mein Chef hat in einer starken Lautstärke mit mir gesprochen".
  2. Jetzt kommen die wichtigen Reaktionen von Ihnen. Diese teilen Sie auf in "gedankliche", "emotionale" und "körperliche" Reaktion sowie das "Verhalten" von Ihnen in der Situation. Seinen Sie hierbei ganz detailliert und lassen Sie sich Zeit. Was haben Sie gedacht, gefühlt und was haben Sie als Reaktion darauf getan?
  3. Jetzt geht es an die Analyse der Konsequenzen Ihres Verhaltens. Hierbei unterscheiden Sie zum einen zwischen positiver und negativer Konsequenz und zum anderen zwischen kurz- und langfristigen Konsequenzen. Stellen Sie sich also die Frage: Wozu führt es langfristig, wenn ich mich in diesen nervlich belastenden Situationen, immer wieder ähnlich verhalte/denke?
  4. Jetzt schauen Sie, ob Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Wenn dem nicht so sein sollte, schauen Sie, was genau Sie stört. 
  5. Meist sind es schon Ihre Gedanken, die Sie in eine hohe nervliche Belastung bringen. Hier sollten Sie zunächst an eine Veränderung denken. Was können stressvermeindende, positive Gedanken sein?

Um die nervliche Belastung weiter zu reduzieren, sollten Sie mehrere dieser Analysen durchführen, um sich und Ihre Reaktionen besser kennenzulernen. Wenn Sie dann weiter Schwierigkeiten bei der Umsetzung haben, können Sie sich professionelle Hilfe, zum Beispiel beim Psychotherapeuten, holen. Hierfür ist eine Verhaltenstherapie besonders geeignet und wird in vielen Fällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. 

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