Fußgänger-Navigation funktioniert anders als Navigation im PKW. Deshalb ist nicht jedes Navigationsgerät auch für Fußgänger gleich gut geeignet. 

Warum Navigationsgerät nicht gleich Navigationsgerät ist

Wer nur grob über die eigene Position und ein davon fußläufig zu erreichendes Ziel informiert sein will, der kann natürlich mit allen gängigen, portablen Navis arbeiten. Gebraucht wird hierfür lediglich ein voller Akku (meist reicht ein Navi-Akku nicht länger als bis zu zwei Stunden) und ein manueller Kartenmodus.

  • Schwieriger wird es jedoch oft bereits durch die Laufgeschwindigkeit eines Fußgängers - manche Systeme kommen mit so niedrigen Geschwindigkeiten nicht klar und springen dann ruckartig weiter, statt gleichmäßig ihre Positionsänderungen anzuzeigen.
  • Ein weiterer Punkt, der die Verwendung eines herkömmlichen Navigationsgerätes für einen Fußgänger erschwert, ist der Empfang des GPS-Signals. Sie als Fußgänger gehen ja gewöhnlich nicht mitten auf der Straße, sondern eher dicht an Hauswänden entlang - und haben damit einen schlechteren Empfang.
  • Die Karten der meisten Navigationsgeräte sind zudem nur fürs Autofahren gedacht: Weder sind Fußgängerzonen und Einbahnstraßen erfaßt noch eventuell vorhandene Fußgängerunter- oder -überführungen. Wenn Sie also mit einem solchen Navi als Fußgänger unterwegs sind, sollten Sie sich nicht blind auf die Angaben verlassen, sondern mitdenken. Immerhin ändert ein Navi ja die Route später wieder, wenn Sie dem Vorschlag mal nicht folgen, sondern abkürzen.

Gute Navis für Fußgänger

  • Inzwischen gibt es aber eine ganze Reihe von Navigationsgeräten, die die Bedürfnisse von Fußgängern berücksichtigen. Für einige kann Kartenmaterial für verschiedene Städte erworben werden, wie zum Beispiel bei einigen Modellen des Herstellers Garmin oder Sie haben (wie bei einigen Navigon-Modellen) die entsprechende Software sogar vorinstalliert.
  • Navigon-Geräte, die für Fußgänger geeignet sind, verfügen zudem über einen integrierten Kompass, durch den eine präzisere Streckenführung ermöglicht wird, weil das Gerät durch den Kompass schneller erkennt, wenn die Richtung gewechselt wird.
  • Wichtig für die Navigation für Fußgänger sind natürlich auch Funktionen, die das Finden von Sonderzielen (Sehenswürdigkeiten etc.) ermöglichen und nicht nur Tankstellen, Parkplätze und Restaurants anzeigen. Sehr gut sind auch Features, wie das Vorhandensein von Plänen, für den jeweiligen öffentlichen Nahverkehr.
  • Im Test der "PC Praxis" schneiden folgende Navigationsgeräte, was Ihren Einsatz für Fußgänger betrifft, am besten ab: Das "Garmin nüvi 1490 T" bekam die Note 1,8 im Test und das "Navigon 2510 Explorer EU 20" belegte mit Note 2,1 den zweiten Platz. Noch mehr Tests und Vergleichsmöglichkeiten finden Sie auf speziellen Navi-Seiten im Internet.

Prinzipiell kann man nur empfehlen, sich bei der Anschaffung eines mobilen Navigationsgerätes genau zu informieren, was die jeweiligen Geräte so zu bieten haben. Vergleichen Sie Ihre eigenen Ansprüche mit den gebotenen Funktionen, dann finden Sie leicht heraus, welches Navigationsgerät zu Ihnen passt. Auch Fußgänger ist schließlich nicht gleich Fußgänger und ein City-Spaziergang ist etwas anderes als eine Wandertour zu Fuß. Für so etwas gibt es nämlich noch spezielle Outdoor-Navis, ebenso wie für Rad- und Motorradfahrer.