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Naturfarben selber machen - so geht's

Das Herstellen von Naturfarben mit Pigmenten ist unkompliziert. Mit Sauermilchquark werden eindrucksvolle Farben gemischt, die auf jeden Fall nicht unangenehm riechen. Das kalkartige Aussehen verleiht jeder Holzoberfläche einen besonderen Charme. Vielleicht wird so einem Bilderrahmen aus unbehandeltem Naturholz ein ganz besonderes Aussehen verliehen. Einmal das Experiment Naturfarben begonnen, entstehen sicher viele neue Ideen.

Mit Naturfarben kann Holz gestrichen werden.
Mit Naturfarben kann Holz gestrichen werden.

Was Sie benötigen:

  • 500 ml Vollmilch
  • Glaskrug
  • Haarsieb
  • Mischschüssel
  • Pigmente
  • Löffel
  • weicher Pinsel
  • klarer Polyurethan-Glanzlack
  • evtl. Mattlack
  • Spiritus zum Reinigen

Naturfarben mit Quark sind leicht herzustellen

  1. Schütten Sie die Milch in Ihren Glaskrug. Dann stellen Sie diesen an einen warmen Ort und warten einige Tage ab. Mit einigen Tropfen Zitronensaft beschleunigen Sie den Säuerungsprozess. Vollmilch eignet sich besser als Magermilch. Die Dauer des Säuerungsprozesses ist von Ihrer Raumtemperatur und der Frische der Milch abhängig.
  2. Nun müssen Sie für Ihre Naturfarben den Quark von der Molke trennen. Vorsichtig schütten Sie die saure Milch durch das Haarsieb. Lassen Sie gut den Quark abtropfen. Zwei bis drei Tage kann dieser verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  3. Wenn Sie diesen Säuerungsprozess nicht abwarten möchten, können Sie ebenso preiswerten Magerquark verwenden.
  4. Ungiftige Farbpigmente erhalten Sie in Mal- und Bastelläden. Vielleicht kann auch der Malermeister Ihres Vertrauens aushelfen. Die Pigmente mischen Sie bei Naturfarben in einer Schüssel unter den Quark. Wenn Sie verschiedene Farbnuancen herstellen möchten, teilen Sie den Quark in einzelne Portionen auf. Achten Sie bei Ihrer Naturfarbe darauf, dass diese sehr gründlich gemischt wird und sich die Farbpigmente gleichmäßig verteilen.
  5. Es ist ratsam, sich mit einer Schicht beim Anstrich von Quarkfarbe zu begnügen.  Wenn Sie erneut über bereits getrocknete Flächen streichen, können sich beim Trocknen der zweiten Schicht Risse bilden.
  6. Gerade für Lasuren mit Naturfarben kann etwas Wasser die Quarkfarbe verdünnen. Sie können dann alles optimal ausstreichen.
  7. Nun müssen Sie abschließend die Holzflächen versiegeln. Dazu nutzen Sie den Polyurethan-Glanzlack. Diesen tragen Sie in zwei bis drei Schichten auf. Vor dem erneuten Lackieren muss die Fläche getrocknet sein.
  8. Wollen Sie jedoch einen matten Lackeffekt erreichen, tragen Sie zwei Schichten Glanzlack auf. Mit feinem Sandpapier rauen Sie die Fläche auf und streichen das Holz abschließend mit Mattlack. Glanzlack härtet beim Trocknen besser aus als Mattlack. 
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