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Natron als Backpulver-Ersatz verwenden - das ist zu beachten

Natron als Backpulver-Ersatz verwenden - das ist zu beachten1:42
Video von Laura Klemke1:42

Haben Sie von Natron als Backtriebmittel gehört und fragen sich, ob Sie Backpulver einfach durch Natron ersetzen können? Ganz so einfach funktioniert das nicht. Aber wenn Sie einige Dinge beachten, können Sie auf das übliche phosphathaltige Backpulver verzichten.

Was Sie benötigen:

  • Backpulver mit Zitronensäure:
  • 50 g Zitronensäure
  • 60 g Natron
  • 30 g Stärke
  • Backpulver mit Weinstein:
  • 100 g Weinsteinpulver
  • 50 g Natron
  • 50 g Stärke

So verwenden Sie Natron zum Backen

Natron, das im englischsprachigen Raum als Baking Soda bekannt ist, ist ein klassisches Backtriebmittel und auch Bestandteil des handelsüblichen Backpulvers. Sie finden es im Supermarkt bei den Backzutaten.

  • Allerdings können Sie Backpulver nicht in jedem Fall ohne Weiteres durch Natron ersetzen. Natron kann nur in Verbindung mit Säure und unter Feuchtigkeitseinwirkung reagieren. Dadurch bilden sich während des Backens Kohlendioxidbläschen, die den Teig auflockern.
  • Handelsübliches Backpulver besteht aus Natron, einem Phosphatsalz als saurer Komponente und Stärke als Trennmittel. Falls Sie zu den Personen gehören, die dieses Backpulver schlecht vertragen oder den leichten Nachgeschmack des Gebäcks nicht mögen, können Sie auf Natron zurückgreifen, wenn Sie für die notwendige Säure im Teig sorgen.
  • Falls Sie den Teig bereits mit sauren Zutaten herstellen, etwa mit Buttermilch, Quark oder Zitronensaft, können Sie Natron problemlos anstelle von Backpulver verwenden. In diesem Fall mischen Sie unter fünfhundert Gramm Mehl einen Teelöffel Natron. Bedenken Sie jedoch, dass Natron die Säure neutralisiert. Das heißt, wenn der Teig säuerlich schmecken soll, verwenden Sie etwas mehr von der sauren Zutat.
  • Falls das Teigrezept keine sauren Zutaten vorsieht, mischen Sie zusätzlich Essig mit fünf Prozent Säure oder Zitronensaft unter. Für fünfhundert Gramm Mehl verwenden Sie einen Teelöffel Natron sowie fünf Esslöffel Essig oder Zitronensaft. Der Essiggeschmack ist im fertigen Gebäck nicht mehr wahrnehmbar.
  • Verarbeiten Sie in jedem Fall alle Zutaten zügig und erst unmittelbar vor dem Backen, da das Natron unter Feuchtigkeitseinwirkung sofort mit der Säure reagiert.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Natron verwenden, da sonst der Geschmack des Gebäcks darunter leidet.

So stellen Sie Backpulver selbst her

Falls Sie viel backen, können Sie Backpulver ohne Phosphatsalze auch auf Vorrat herstellen. Vermischen Sie alle Zutaten gut miteinander und lagern Sie das Pulver in einem trockenen, gut verschließbaren Gefäß.

  • Eine Möglichkeit besteht darin, Zitronensäure als saure Komponente zu verwenden, die Sie ebenfalls im Supermarkt bei den Backzutaten oder bei den Einkochhilfen erhalten. Vermischen Sie fünfzig Gramm davon, das sind in der Regel zwei Päckchen, mit sechzig Gramm Natron und dreißig Gramm Speisestärke. Dosieren Sie diese Mischung wie normales Backpulver.
  • Theoretisch können Sie sich auch Weinsteinbackpulver selbst herstellen, indem Sie Weinsteinpulver mit Natron und Stärke im Verhältnis 2:1:1 mischen. In diesem Fall ist Weinstein die saure Komponente. Allerdings ist es meist günstiger, fertiges Weinstein-Backpulver zu kaufen, das Sie in vielen Reformhäusern, Drogeriemärkten und Supermärkten erhalten.

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