Nasenpiercing stechen lassen und pflegen

Es gibt viele verschiedene Nasenpiercings. Es gibt viele verschiedene Nasenpiercings.
Ein Nasenpiercing ist ein besonderer Blickfang. Doch welche Stellen sind geeignet und was müssen Sie beachten? Im Folgenden ein paar Tipps.
Sarah Müller
24.08.2010 Sarah Müller
Was Sie benötigen
  • eine wohlüberlegte Stelle
  • einen erfahrenen und hygienischen Piercer
  • circa 40 Euro

Es gibt die verschiedensten möglichen Stellen für ein Nasenpiercing. Wo genau Sie den Schmuck haben wollen, sollten Sie sich vorher gut überlegen und eventuell mit Fake Piercings aus dem Kostümbedarf ausprobieren, wo und ob es einem steht.

  • das wohl häufigste und beliebteste Nasenpiercing ist ein Stecker oder Ring im Nasenflügel, das sogenannte Nostril-Piercing. Die ersten Percings dieser Art tauchten schon vor 4000 Jahren auf! Zu beachten ist, dass Sie das Piercing nicht schießen, sondern stechen lassen sollten. Hierbei wird der Nasenflügel sauber mit einer spitzen Nadel 'geschnitten' und es bleibt eine kleinere Öffnung zurück, wenn Sie das Piercing irgendwann wieder entfernen wollen. Die Heilung nach dem Stechen dauert etwa vier Wochen, es muss regelmäßig ein Antisept aufgetragen werden.
  • Das zweithäufigste Nasenpiercing ist das sogenannte Septum-Piercing. Es verläuft durch die Nasenscheidewand. Meistens wird hier ein Ball Closure Ring getragen. Bei Erkältung oder Schnupfen kann sich das Piercing an dieser Stelle leicht entzünden und auch das Stechen durch die unebene Nasenscheidewand ist nicht so einfach. Ein Vorteil ist, dass ein sogenannter Septum Keeper eingesetzt werden kann, der unsichtbar ist, aber das Zuwachsen verhindert. 
  • Das Bridge-Piercing verläuft durch die Hautfalte oberhalb des Nasenrückens zwischen den Augen. Es zählt zu den gefährlicheren Piercings, weil hier Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden können. Zudem muss die Stelle sorgfältig gewählt werden, da es sonst unter Umständen krumm aussieht oder das Sichtfeld einschränkt. Wichtig: Verwenden Sie als Schmuck ein Curved Barbell, denn damit ist die Gefahr des Herauswachsens nicht so groß.
  • Ein sehr seltenes Nasenpiercing ist das sogenannte Austin Bar. Es wird durch die Nasenspitze gestochen und man trägt es sichtbar als kleine Metallkugeln oder Spikes links und rechts von der Nasenspitze. Der verwendete Schmuck heißt Barbell und wird zum Beispiel auch bei Brustwarzenpiercings benutzt. Das Austin Bar ist sehr auffällig und man trifft es in Deutschland kaum an.
  • Noch seltener als das Austin Bar ist das Nasallang. Es verläuft durch die beiden Nasenflügel und die Nasenscheidewand. Auch hier wird ein Barbell verwendet, sichtbar sind allerdings nur die beiden 'Enden' in Form von Kugeln, Spikes oder Steinchen.

Egal, für welches Piercing Sie sich entscheiden- besichtigen Sie vorher unbedingt das Piercingstudio. Kommt Ihnen irgendetwas schmutzig oder unhygienisch vor oder sehen Sie zum Beispiel, dass der Piercer beim Arbeiten keine Handschuhe trägt, wählen Sie ein anderes Studio. Gehen Sie kein Infektionsrisiko ein. Sprechen Sie auch vorher mit dem Piercer den genauen Preis ab.

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