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Narbe, die verhärtet ist, richtig pflegen

Eine Narbe entsteht als Reaktion des Körpers auf eine tiefere Verletzung der Haut. Die Wundheilung stellt dabei einen äußerst komplexen Prozess dar, der zur Entstehung einer Narbe aus kollagenreichem Bindegewebe führt. Dieser Prozess ist störanfällig, sodass es je nach Lokalisation und Ursache der Verletzung, nach Heilungsverlauf und auch individuellen Faktoren zu überschießender, kosmetisch störender Narbenbildung kommen kann. Erfahren Sie hier, wie Sie eine verhärtete Narbe richtig pflegen.

Eine verhärtete Narbe bedarf konsequenter Pflege.
Eine verhärtete Narbe bedarf konsequenter Pflege.

Pflege für eine hypertrophe Narbe

Eine wulstige und verhärtete Narbe, medizinisch hypertrophe Narbe, ist eine meist rötliche  Bindegewebswucherung. Häufig besteht Juckreiz, gelegentlich auch Schmerzen. Eine verhärtetet Narbe kann sich gelegentlich spontan rückbilden, was aber eher die Ausnahme ist. Zur Behandlung und auch zur Vorbeugung einer verhärteten Narbe empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Greifen Sie auf die jahrzehntelangen guten Erfahrungen mit Salben aus Zwiebelextrakten, Heparin und Allantoin zurück.
  • Salben oder Gele mit Zwiebelextrakten können Sie verwenden bei Narben nach Operationen, Schürf-, Schnitt- oder Platzwunden, Verbrennungen, Verbrühungen, Verätzungen, Aknenarben und auch bei Schwangerschaftsstreifen.
  • Tragen Sie das Gel konsequent 1- bis 3-mal täglich auf.  Bei manchen Narben werden Sie nach relativ kurzer Zeit einen Effekt erkennen; in der Regel dauert die Behandlung jedoch mehrere Monate.
  • Sollten Sie es zur Vorbeugung benutzen wollen, müssen Sie zunächst die Wundheilung abwarten. Bei Operationswunden können Sie in der Regel nach 14 Tagen mit der Pflege beginnen.
  • Sie können die Wirkung unterstützen, indem Sie das Gel nicht nur einfach auftragen, sondern sanft einmassieren: das Gel in der Mitte der Narbe auftragen und sternförmig nach allen Seiten einmassieren.
  • Bei großflächigen Narben können Sie einen Gelverband anlegen. Weichen Sie das Narbengewebe mit warmen Kompressen ein wenig auf, massieren Sie das Gel ein und bedecken die Narbenfläche z. B. mit Haushaltsfolie. Anschließend legen Sie darüber einen Verband an und belassen das Ganze über Nacht. Mit Gelverbänden sollten Sie insbesondere Narben pflegen, die älter als ein Jahr sind.
  • Verhärtete Narben an Händen, Füßen und Ellenbogengelenken können Sie mit Bädern gut pflegen. Geben Sie dazu einen Strang des Gels in lauwarmes Wasser und baden die Narbenregion längere Zeit darin.
  • Achten Sie darauf, dass Sie frische Narben bis zu einem Jahr keine starken Temperaturreizen aussetzen. Vermeiden Sie intensive Sonnen- und UV-Bestrahlung, Sonnenbank, Saunabesuche und Kälte.

Narbengewebe ist empfindlich, schützen Sie es vor allzu enger, scheuender Bekleidung und achten darauf, dass Sie es nicht erneut verletzen.

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