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Namensänderung - wo Sie beantragen können

Eine Namensänderung muss gute Gründe haben. Sie ist aus konkretem Anlass nach bürgerlich-rechtlichen Regeln möglich, ansonsten in Ausnahmesituationen nur nach engen öffentlich-rechtlichen Grundsätzen erlaubt. Wo Sie diese beantragen, bestimmt das Gesetz.

Namen sind Teil der Persönlichkeit.
Namen sind Teil der Persönlichkeit.

Was Sie benötigen:

  • Personenstandsurkunde

Es gibt unterschiedliche Anlässe für eine Namensänderung. Danach richtet sich teils auch, wo Sie diese beantragen. Unterscheiden Sie die Namensänderung nach bürgerlich-rechtlichen Vorschriften (Regelfall) und nach öffentlich-rechtlichen Grundsätzen (Ausnahmefälle).

Das Bürgerliche Recht gibt die Namensführung vor

  • Der Name bestimmt die Identität einer Person. Um jederzeit identifizierbar zu sein, bestimmt das Bürgerliche Gesetzbuch (§§ 1616 ff BGB), wie die Namensführung im Einzelfall geregelt ist. Beachten Sie, dass es keine Namensfreiheit gibt und allenfalls Ihr Vorname individuell durch die Eltern bestimmt werden kann.
  • Das BGB knüpft an familienrechtliche Vorgänge an. Die Geburt, Eheschließung, Ehescheidung, Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die Feststellung der Abstammung oder die Adoption bieten Anlass, die Namensführung einer Person zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern. Viele Probleme lassen sich damit bereinigen.

Namensänderung ist der Ausnahmefall

  • Der Gesetzgeber geht davon aus, dass mit diesen bürgerlich-rechtlichen Grundsätzen die Namensführung abschließend geregelt ist. Daraus ergibt sich die Konsequenz, dass die öffentlich-rechtliche Namensänderung die absolute Ausnahme ist und nicht dazu genutzt werden darf, die vom bürgerlichen Recht vorgegebenen Grundsätze der Namensführung zu umgehen.
  • Möchten Sie außerhalb familienrechtlicher Vorgänge eine Namensänderung beantragen, müssen Sie einen wichtigen Grund im Sinne des Namensänderungsgesetzes darlegen. Die Namensänderung nach öffentlich-rechtlichen Grundsätzen hat nur den Zweck, bestimmte Namen, die die Namensänderung im Einzelfall unzumutbar erscheinen lassen, zu bereinigen (Namen anstößiger oder lächerlicher Art, Verwechslungsgefahr, schwierige Schreibweise, Familiennamen fremdsprachigen Ursprungs).

Beantragen Sie Änderungen beim Standesamt

  • Die Namensänderung beantragen Sie regelmäßig beim Standesamt der Stadt- oder Gemeindeverwaltung, in deren Bezirk Sie Ihren Wohnsitz haben. Dort wird auch geprüft, ob Ihr Antrag gerechtfertigt ist. Teils sind auch die Landkreise zuständig.
  • Beachten Sie, dass Sie bei der Namensänderung bestimmte Unterlagen (Antragsformular, Begründung des Antrags, Geburtsurkunde oder Familienbuch, Meldebescheinigung, polizeiliches Führungszeugnis, Scheidungsurteil, Sorgerechtsnachweis u.ä.) vornehmen müssen und eine einkommensabhängige Verwaltungsgebühr erhoben wird.
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