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Nagellack verdünnen - so geht's

Nagellack verdünnen - so geht's 1:25
Video von Bianca Koring1:25

Wenn der Nagellack in der Flasche zäh und fest geworden ist, können Sie diesen verdünnen. Dabei müssen Sie aber aufpassen, dass dieser nicht unbrauchbar wird.

Was Sie benötigen:

  • Nagellackverdünner
  • Klarlack
  • Holzstäbchen
  • Kugel

Wichtiges zu Nagellack und Verdünner

Sie müssen beim Verdünnen von Lacken immer zwischen Verdünner und Lösungsmittel unterscheiden, das gilt auch für Nagellack, den Sie verdünnen wollen.

  • Lösungsmittel sind dafür gedacht, ausgehärteten Lack aufzulösen und zu entfernen. Aceton und Nagellackentferner gehören in diese Gruppe. Diese Stoffe machen den Nagellack dünner und gleichzeitig unbrauchbar.
  • Nagellackverdünner und  Nitroverdünner können ausgehärteten Lack in der Regel nicht auflösen und sind dazu geeignet, zähflüssigen Lack zu verdünnen. Auch Benzin kann dazu geeignet sein.
  • Pinselreiniger macht aus lösungsmittelhaltigen Lacken, die sich nicht mit Wasser auswaschen lassen, wasserlösliche Emulsionen. Diese Produkte sind nur dazu geeignet, Pinsel, die mit Lack durchfeuchtet sind, zu reinigen. Pinselreiniger macht Lack absolut unbrauchbar.

So können Sie Lack für Nägel verdünnen

  • Da es immer auf die genaue Zusammensetzung von Lacken ankommt, können Sie diese nur mit dem Lösungsmittel verdünnen, in dem diese von Anfang an gelöst worden sind. Denken Sie an Acryllacke, die nur mit Wasser verdünnt werden können oder Nitrolacke, die mit Nitroverdünner verdünnt werden müssen.
  • Sofern auf dem Etikett des Nagellacks steht, welches Lösungsmittel dieser enthält, können Sie sich diese Mittel besorgen und einen Tropfen davon in die Flasche mit dem Nagellack geben, den Sie verdünnen wollen.
  • Wenn Sie nichts über den Nagellack wissen, verwenden Sie einen Nagellackverdünner, den Sie in Parfümerien oder Kosmetikabteilungen von Drogerien oder Kaufhäusern bekommen. Schauen Sie nach "Nagellackverdünner" oder "Nail Polish Thinner". Nagellackentferner ist niemals dafür geeignet!
  • Ein weiteres Problem ist, dass Sie den Verdünner in den Lack einrühren müssen. Bei Metalliclacken sind Mischkugeln in der Flasche, das ist gut, denn dann können Sie durch Schütteln der Flasche den Lack mit dem Verdünner mischen. Wenn der Lack keine solche Kugel enthält, können Sie ein Kügelchen vom Bleiband der Gardinen entfernen und in das Nagellackfläschchen geben. So können Sie den Nagellack zum Verdünnen mischen.
  • Zur Not nehmen Sie einen Schaschlikspieß, um den Nagellack zum Verdünnen umzurühren. Das bietet sich an, um wenigstens einen Teil des Nagellacks zu verdünnen, in die Kanten kommen Sie damit nicht, aber so können Sie zum Beispiel eine festsitzende Mischkugel lösen.
  • Lassen Sie den Nagellack über Nacht stehen und schütteln ihn am nächsten Tag erneut, so kann sich der Verdünner im Nagellack besser entfalten.
  • Insgesamt ist es sehr schwierig, Nagellack zu verdünnen, weil diese Lacke mit vielen Dekoelementen versehen sind und ganz speziell sind. Sie müssen immer damit rechnen, dass der Nagellack durch Verdünnen seine Eigenschaften erheblich verändert.
  • Manchmal kann es nutzen, wenn Sie etwas durchsichtigen Nagellack in den zu festen Lack einrühren. Aber auch bei diesem Verfahren sind unangenehme Folgen möglich.

Um es noch mal klarzustellen, Nagellackentferner zerstört den Nagellack und enthält Öle, um die Nägel zu pflegen. Damit können Sie keinen Nagellack verdünnen, er wird unbrauchbar!

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