Stört Sie Ihre Blase im Schlaf? Das Problem haben nicht nur ältere Menschen, sondern auch Kinder. Woher kommt das und was können Sie dagegen tun? Lesen Sie ein paar Hinweise, um den nächtlichen Harndrang in den Griff zu bekommen.
- 11.02.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Arztbesuch
- Goldrutenkraut
Ursachen für den Harndrang
- Es besteht die Möglichkeit, dass Ihre Blase zu klein ist oder sie ist ziemlich aktiv. Wenn Sie dann abends zu viel trinken, ist Ihr nächtlicher Harndrang schon vorprogrammiert.
- Die andere Möglichkeit ist eine Harnwegsinfektion oder ein Blasenstein. Ursachen können beispielsweise auch Diabetes oder eine Herzerkrankung sein. Der Fachausdruck für den nächtlichen Harndrang heißt Nykturie.
- In jedem Fall sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen, um mit ihm darüber zu reden. Es sollte ausgeschlossen werden, dass Ihr nächtlicher Harndrang eine organische Ursache hat.
- Taucht bei Ihnen ein unfreiwilliger Harnverlust auf, zum Beispiel beim Husten, Lachen, Treppensteigen oder Ähnlichem, kann er auch durch Stress hervorgerufen werden.
- Die Blasenschwäche kann auch bei älteren Menschen auftreten und natürliche Ursachen haben. Im Laufe des Lebens verändern sich die Muskulatur der Blase und der Schließmuskel.
So entgehen Sie dem nächtlichen Toilettengang
- Wenn sich herausstellt, dass Ihre Blase zu klein ist, sollten Sie abends nicht mehr so viel trinken. Schränken Sie es so weit wie möglich ein.
- Falls Sie von Ihrem Arzt wegen einer anderen Diagnose ein sogenanntes Diuretikum verschrieben bekommen haben, sollten Sie es auf keinen Fall abends nehmen. Ein Diuretikum sind Wassertabletten, die bei einer vermehrten Wasseransammlung im Gewebe verschrieben werden.
- Führen Sie ein Tagebuch, indem Sie die Häufigkeit des Toilettengangs aufschreiben. Der Arzt wird Sie danach fragen, wie häufig Sie den Harndrang verspüren und auch wann.
- Liegt keine organische Ursache vor, können Sie auch ein Blasentraining machen. Ihr nächtlicher Harndrang wird bewusst unterdrückt. Die Blase soll sich wieder an größere Mengen Flüssigkeit gewöhnen. So kann im Laufe der Zeit der Harndrang später einsetzen. Dies sollten Sie aber vorab mit Ihrem Hausarzt besprechen.
- Ist Ihr nächtlicher Harndrang eventuell psychischer Natur, zum Beispiel durch Stress, kann eine psychologische Beratung oder Psychotherapie helfen. Entspannungstechniken wie Meditation oder progressive Muskelentspannung können gegen den Stress auch gut wirken.
- Pflanzliche Präparate gibt´s in der Apotheke. Beispielsweise hilft das Goldrutenkraut gegen entzündliche Beschwerden der Harnwege.
- Sie sollten sich auf keinen Fall schämen, mit diesem Problem zu Ihrem Arzt zu gehen, damit Sie das Leiden loswerden.