Nachttische gibt es in fast allen Größen und Ausführungen „von der Stange“. Wenn Sie aber selber einen Nachttisch bauen wollen, sollten Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Natürlich sind einige Fertigkeiten und „Zutaten“ dafür unerlässlich.
- 29.06.2011 Tobias Spranger
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- 4 Möbelbauplatten aus Echtholz
- 1 Rückwand, Hartfaserplatte
- 1 Zwischenboden
- Fachträger
- 1 Set Holzdübel mit Bohrer und Fixierspitze
- Leim
- Füße zum Aufschrauben
- Schrauber
- Holzlasur, Wachs oder Öl
- Zierelemente
Der Weg zum eigenen Nachttisch
- Ein Nachttisch ist ein Korpus aus vier Holzbrettern, einer Rückwand, einem Zwischenboden und Füßen bzw. einem Sockel. Oft besitzt er auch noch ein oder zwei Schubfächer, die Sie aber besser nicht selber bauen, denn einfacher geht es, wenn Sie kleine schmucke Boxen einstellen, die es fertig zu kaufen gibt. Jene sind praktisch, variabel und sparen Ihnen Zeit und Mühe. Bereits hier müssen Sie die Breite Ihres Nachttisches berücksichtigen, je nachdem ob zwei oder drei Boxen nebeneinanderstehen sollen. Natürlich müssen Sie dabei an die benötigte Höhe, also auf die Abstände der Regalbretter, achten
- Auch die Raumgröße entscheidet natürlich über den Platz und so sollten Sie als ersten Arbeitsschritt eine Skizze des Nachtkästchens mit allen Maßen erstellen. Nur dann können Sie Länge und Breite der einzelnen Teile richtig bestimmen und sind vor Überraschungen sicher. Bei den Maßen müssen Sie auch die Brettstärke, in der Regel 19 mm, von Ihrem Nachttisch berücksichtigen. Mit den genauen Maßen der einzelnen Teile (Korpus und Einlegebretter) können Sie die Teile bereits beim Holzzuschnitt im Baumarkt zuschneiden lassen.
- Wie und ob Sie die einzelnen Teile verbinden, bleibt Ihrem Geschick und der Ausstattung Ihrer Werkstatt überlassen. Sie können Dübel, Winkel, Leisten, Schrauben und Leim verwenden.
- Für eine Verbindung mit Holzdübeln gibt es im Baumarkt eigene Sets mit Holzdübel, Bohrer und eigenen Locheinsätzen mit Metallspitze. Wenn Sie selber bauen, sind diese Sets eine wichtige Hilfe, um das gegenüberliegende Bohrloch exakt zu bestimmen. Mit etwas Leim werden die vorgebohrten Teile nun verbunden und an den Ecken jeweils mit zwei Schrauben befestigt - und fertig ist der Korpus. Für die Einlegebretter sind die Seitenwände vor dem Zusammenfügen des Korpus entsprechend zu bearbeiten. Entweder bringt man in der gewünschten Höhe kleine Leisten an oder Sie bohren Löcher für Fachträger vor, auf denen die Regalbretter dann aufliegen.
- Manche schichten auch nur drei Bretter übereinander und schaffen mittels Ziegelsteinen die nötigen Abstände. Kreativität ist gefragt, auch bei der Umsetzung oder der Wahl des Materials. Ein Seitenbrett kann zum Beispiel auch mit zwei Rundstäben ersetzt werden. Dafür bohren Sie die Löcher zum Einstecken jeweils in Boden und Deckel des Nachtkästchens. Genauigkeit ist dabei aber eine unbedingte Voraussetzung, sonst bekommt das Ergebnis Schieflage.
- Ein Nachttisch kann mit kleinen Spiegeln oder mit Stoffen verziert werden. Sie können das Holz natürlich belassen oder farblich gestalten. Sie sollen sich damit wohlfühlen. Auch ein Aufsatz lässt sich leicht realisieren, indem Sie beispielsweise die Rückwand einfach um 20 Zentimeter (oder mehr) über den Korpus reichen lassen. Mit einer Stichsäge können Sie dabei noch den Abschluss nach Ihrem Empfinden abrunden oder frei formen.