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Nachtschweiß und Wechseljahre - was tun?

Während der Wechseljahre verspüren viele Frauen typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, leichte Depressionen und Nachtschweiß. Viele Betroffene lehnen eine hormonelle Behandlung der Beschwerden aus Angst vor Nebenwirkungen ab und fragen nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Welche Möglichkeiten die Naturheilkunde zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden und insbesondere Nachtschweiß bietet, erfahren Sie hier.

Viele Pflanzenheilmittel helfen ausgezeichnet bei Wechseljahrbeschwerden.
Viele Pflanzenheilmittel helfen ausgezeichnet bei Wechseljahrbeschwerden.

Was Sie benötigen:

  • 40 g Salbeiblätter
  • 30 g Johanniskrautblüten
  • 20 g Frauenmantelkraut
  • 10 g Traubensilberkerzen-Wurzelstock

Naturheilkundliche Maßnahmen gegen Nachtschweiß während der Menopause

Mit Beginn der Wechseljahre nimmt die Bildung von Eierstockhormonen allmählich ab und führt bei vielen Frauen zu den typischen Wechseljahrbeschwerden, die etwa ein Drittel der betroffenen Frauen in ihrem Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt. Der Großteil der Frauen profitiert dabei wesentlich von pflanzlichen Arzneimitteln.

  • Mit pflanzlichen Arzneimitteln können Sie sehr gut gegen Ihre Beschwerden während der Wechseljahre vorgehen. Die empfohlenen Arzneimittel sind mittlerweile ausgiebig hinsichtlich ihrer Wirkung untersucht worden und werden von vielen Ärzten auch wegen der guten Verträglichkeit empfohlen.
  • Versuchen Sie, Ihren Nachtschweiß und eventuell auch weitere Wechseljahrbeschwerden mit dem Extrakt aus Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) oder sibirischer Rhabarberwurzel (Rheum rhaponticum) in den Griff zu bekommen. Angeboten werden die Arzneimittel in Form von Teezubereitungen, Tropfen und Dragees und sind rezeptfrei über die Apotheke zu beziehen.
  • Wenn Sie die vorgenannten Präparate einnehmen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, dass Sie mit den Wirkstoffen östrogenempfindliche Gewebe in Brustdrüse oder Gebärmutter beeinflussen und dadurch Gefahr laufen, eine Krebserkrankung auszulösen.
  • Sollten Sie noch Ihre Menstruation haben und die Wechseljahre sich u. a. mit Nachtschweiß ankündigen, hilft auch ein Versuch mit Mönchspfefferpräparaten (Agnus castus).
  • Wie bei vielen pflanzlichen Präparaten dürfen Sie jedoch keine sofortige Wirkung erwarten, sondern müssen sie über mehrere Wochen konsequent einnehmen. Achten Sie dabei auch auf die vom Hersteller empfohlene Dosierung, mit halbherzigen homöopathischen Dosen werden Sie keinen Erfolg haben.
  • Weniger empfehlenswert sind pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel, die Hormone enthalten. Dazu gehören Soja- und Rotkleeextrakte, deren Phytoöstrogene Ihren Hormonspiegel verändern und zu unerwünschten Wirkungen an Brust- und Gebärmuttergewebe führen.
  • Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Hitzewallungen bzw. Schweißattacken und Nikotinkonsum. Versuchen Sie daher auch, das Rauchen einzustellen und reduzieren Ihren Alkohol- und Kaffeekonsum. Auch bei stark gewürzten Speisen sollten Sie sich zurückhalten.
  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche können Sie auch mit verschiedenen Entspannungsverfahren günstig beeinflussen wie Yoga, Qigong oder Tai Chi. Der gewünschte Effekt kann jedoch mehrere Monate auf sich warten lassen.

Salbeiextrakte helfen gegen Schwitzen während der Wechseljahre

  • Speziell gegen Hitzewallungen und Nachtschweiß können Sie gut mit Salbei vorgehen. Salbei wirkt adstringierend und reduziert somit die Schweißproduktion.
  • Versuchen Sie folgende Teemischung, die Sie aus getrockneten Kräutern selbst problemlos zusammenstellen können. Mischen Sie Salbeiblätter mit Johanniskrautblüten, Frauenmantelkraut und Traubensilberkerzen-Wurzelstock. Von der Mischung geben Sie 2-3 Esslöffel auf 1 l heißes Wasser, lassen 10 min ziehen und trinken über den Tag verteilt 3-4 Tassen davon.
  • Probieren Sie auch folgende Salbeizubereitung gegen Nachtschweiß: Schneiden Sie einen Teelöffel getrocknete Salbeiblätter klein, übergießen sie mit 150 ml kochendem Wasser, lassen das Ganze 5-10 min ziehen und seihen dann ab. Trinken Sie 3-mal täglich eine Tasse.
  • Sollte Ihnen das Herstellen einer Teemischung zu aufwendig sein oder Sie haben Probleme, die Zutaten zu bekommen, können Sie auch auf eine Salbeitinktur als Fertigarzneimittel zurückgreifen. Besorgen Sie sich Salbeitinktur EB 6 aus der Apotheke und nehmen 3-mal täglich 30-40 Tropfen ein.
  • Wenn sich das starke Schwitzen auf Ihre Achselhöhlen beschränken sollte, können Sie diese 1- bis 2-mal täglich mit einer Salbeitinktur betupfen. Dazu verwenden Sie jedoch nicht die vorgenannte Salbeitinktur EB 6, sondern eine alkoholhaltige Tinktur, die Sie sich ebenfalls über die Apotheke besorgen können.
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