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Nachrüstung einer Rückfahrkamera - Nutzen und Möglichkeiten

Sie möchten rückwärts ein- oder ausparken, schon ist es geschehen: ein Parkmalheur. Mit einer Rückfahrkamera sind solche - oft recht teuren - Missgeschicke vermeidbar. Doch viele Autos besitzen keine entsprechende Kamera. Wann sich die Nachrüstung lohnt und worauf Sie achten sollten.

Elektronische Assistenten sollen Autofahrern unfallfrei in enge Parklücken helfen.
Elektronische Assistenten sollen Autofahrern unfallfrei in enge Parklücken helfen.

Rückfahrkamera – eine nützliche Sonderausstattung

  • Oft wird sie als Beiwerk belächelt, das "gute" Autofahrer nicht brauchen. Dabei ist eine Rückfahrkamera in der Oberklasse bereits Standard. Wer die Einparkhilfe einmal ausprobiert hat, möchte das "dritte Auge" nicht mehr vermissen. Beim Rückwärtsfahren erhalten Sie ein Bild auf den Monitor, das Ihnen zeigt, wie es hinter Ihrem Auto aussieht. 
  • Andere Autos, spielende Kinder, Haustiere oder hohe Begrenzungen und Verkehrsschilder erkennt die Kamera sofort. Somit sind millimetergenaue Parkmanöver leichter zu bewältigen und Sie haben die Chance, rechtzeitig abzubremsen, um einen Parkrempler oder Unfall zu vermeiden. Fahren Sie ein ohnehin schlecht übersichtliches Fahrzeug, macht eine Nachrüstung Sinn.

Die Nachrüstung - sinnvoll oder technische Spielerei?

  • Wenn Sie über eine Nachrüstung einer Rückfahrkamera am Heck Ihres Fahrzeugs nachdenken, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Zunächst sollten Sie sich überlegen, ob für Sie eher ein komplettes System - Kamera plus Bildschirm - oder lediglich eine Kamera infrage kommt. Diese lässt sich mit einem werkseitig verbauten Navigationsgerät verbinden und an die Rückfahrleuchten anschließen. Bei einem kompletten Set bekommen Sie eine Kamera mit Monitor und alle Teile wie Kabel, Klemmen und Schrauben gleich mit dazu.
  • Die Preise für gute kabelgebundene Rückwärtswarner beginnen bei ungefähr 60 Euro. Die kleinen Einparkkameras haben einen Blickwinkel von bis zu 150 Grad, sind zum Teil nachtsichttauglich und leicht anzubringen. Teuer und aufwendig wird es für Sie erst bei der Montage, da für die Verlegung der Kabel kein Weg am Aufbohren der Karosserie vorbeiführt.
  • Sind Sie nicht technisch versiert, lässt sich diese Arbeit unmöglich in Eigenregie ausführen. Lassen Sie die Einparkhilfe von einem Fachmann einbauen, kann das richtig ans Geld gehen und den Anschaffungspreis deutlich übersteigen.

Funkkamera – eine kostspielige Sonderausstattung

  • Entscheiden Sie sich für eine Nachrüstung mit Funk, beginnen die Preise bei ca. 100 Euro. Dafür haben Sie den Vorteil, dass keine Kabel verlegt werden müssen. Sie bringen den Bildschirm an einer beliebigen Stelle im Cockpit und die Kamera am Nummernschild oder Stoßfänger an. Den Stromanschluss für die Rückfahrkamera zweigen Sie vom Rücklicht ab.
  • Wenn Sie den Rückwärtsgang einlegen, schaltet sich das System automatisch ein. Nachteilig bei der Funkübertragung ist, dass Sie mit Bildstörungen zu rechnen haben. Insbesondere bei Verschmutzungen ist eine schlechte Bildqualität nicht auszuschließen. Bei schlechtem Wetter treten bei beiden Systemen Ausfälle auf, da die Linsen schnell verschmutzen.

Den Rückspiegel und den Seitenblick darf Ihr Abstandswarner aber nicht ersetzen. Viele Autofahrer verlassen sich nur auf den Bildschirm und achten nicht auf seitliche Hindernisse. Rammen Sie eines dieser Hindernisse, liegt die Verantwortung bei Ihnen. Im Schadensfall brauchen Sie nicht versuchen, sich mit der Parkhilfe herauszureden - die Versicherung wird nicht zahlen.

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