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Nachforschungsauftrag beim Brief stellen - so gehen Sie vor

In der Vergangenheit war der Brief das wichtigste Kommunikationsmittel. Hier hat jedoch in den letzten Jahren ein starker Wandel eingesetzt. Dennoch sind Briefe auch heute noch ein wichtiges Kommunikationsmedium, für welches die Deutsche Post AG überwiegend eine Monopolstellung hat. Ohne Zweifel kommen Briefe in der Regel auch zeitnah beim Empfänger an, jedoch gibt es genauso wie in anderen Bereichen, niemals eine hundertprozentige Sicherheit. Für den Fall, dass einmal etwas schief geht, können Sie einen Nachforschungsauftrag an die DPAG (Deutsche Post AG) weiterleiten. Dort wird man dann versuchen, Ihren vermissten Brief zu lokalisieren.

Stellen Sie einen Nachforschungsantrag, wenn ein Brief verschwunden ist.
Stellen Sie einen Nachforschungsantrag, wenn ein Brief verschwunden ist. © Wilhelmine_Wulff / Pixelio

Der Nachforschungsauftrag - darauf müssen Sie achten

  • Die Deutsche Post AG befördert täglich Millionen von Briefsendungen, unter diesen Umständen ist eine Sendungssuche im Rahmen einer Sendungsrecherche nur dann möglich, wenn es sich bei der betreffenden Sendung um eine sogenannte "nachzuweisende Sendung" handelt. In diesem Rahmen betrifft dies meist eingeschriebene Briefe. Besonders wichtig ist, darauf zu achten, dass stets der Absender tätig werden muss, da dieser als Vertragspartner gegenüber der Deutschen Post AG aufgetreten ist und nur dieser Ansprüche zur Sendung geltend machen kann.
  • Nachzuweisende Sendungen erhalten bei Ihrer Einlieferung einen Briefidentcode. Dieser wird bei der Annahme durch den Postmitarbeiter auf der Sendung verklebt und letztlich mit Hilfe eines Annahmescanners erfasst. Die Sendung wird dann schließlich an weiteren aussagekräftigen Verlaufspunkten gescannt. Dies ermöglicht schließlich dem Kunden sowie den Mitarbeitern der Deutschen Post AG, eine elektronische Sendungsverfolgung, welche auf die Datenbank der Deutschen Post AG zugreift, und so eine wichtige Recherchegrundlage bei einem Nachforschungsauftrag für Ihren Brief bildet.
  • Leider ist diese Form der Nachforschung ausschließlich bei nachzuweisenden Sendungen möglich, da nur diese einen Brief-Identifikationscode tragen. Aus diesem Grunde ist auch nur bei diesen Sendungen ein Rechercheverfahren möglich, nachdem der Nachforschungsauftrag an die Deutsche Post AG übermittelt wurde. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich, eine nachzuweisende Sendung zu versichern. Bei gewöhnlichen Sendungen gibt es aufgrund der mangelhaften Verfolgbarkeit diese Möglichkeit leider nicht. Da bei einer gewöhnlichen Sendung keine Recherchegrundlage gegeben ist, bietet die Deutsche Post AG beim gewöhnlichen Brief auch kein Nachforschungsverfahren an.

Was passiert, wenn ein Brief verschwunden ist

  • Wenn Ihr Brief von der Deutschen Post AG nicht mehr ermittelt werden kann, wird in der Regel das Ersatzverfahren geprüft. Wichtig ist hierbei jedoch zu beachten, dass dies nur dann zur Geltung kommt, wenn Ihre Sendung oder deren Inhalt nicht gegen die AGBs verstoßen hat. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn in der betreffenden Sendung Bargeld enthalten war, oder andere wertvolle Gegenstände.
  • Nach der Prüfung der Haftungskriterien und der Verlustumstände entscheidet schließlich das Schadenmanagement über einen Ersatz sowie über dessen Erstattungshöhe. Bei einer Einschreibsendung im nationalen Verkehr beschränkt sich die Entschädigung bei Verlust oder Beschädigung auf 25 Euro, währenddessen dieser Betrag bei internationalen Einschreibsendungen bei 34 Euro liegt. Zu diesen Erstattungssummen ist zusätzlich noch eine Portokostenerstattung hinzuzurechnen.
  • Möchten Sie Ihre Sendung höher versichern, steht Ihnen im nationalen Bereich der Expressbrief von DHL zur weiteren Wahl. Im internationalen Verkehr haben Sie die Möglichkeit das Basisprodukt Einschreiben mit einer Höherversicherung zu kombinieren und so eine zusätzliche Versicherung bis 5000 Euro zu erzielen.

Bevor Sie einen Nachforschungsauftrag zu Ihrem Brief einleiten können, müssen Sie im nationalen sowie im internationalen Geschäftsbereich eine Wartezeit von bis zu drei Wochen einkalkulieren, da eine Haftungsklärung erst nach Ablauf dieser festgelegten Frist erfolgen kann. Eine Nachforschung können Sie ebenfalls über den Internetauftritt der Deutschen Post AG einstellen, oder ein entsprechendes Formular bei Ihrer Filiale ausfüllen und abgeben.

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