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Nach Montessori Lesen lernen - Wissenswertes für interessierte Eltern

Die Montessori-Pädogogik ist für immer mehr Eltern, die nach einer geeigneten Schule für Ihre Kinder suchen, eine denkbare Alternative zu Staatsschulen und zur anthroposophischen Waldorfpädagogik. Eine der wichtigsten Fragen ist dabei, wie die Kinder dort das Lesen lernen, welches eine der grundlegendsten Fähigkeiten für weitere Bildungs- und Entwicklungsschritte darstellt.

Wie funktioniert Lesenlernen nach Montessori?
Wie funktioniert Lesenlernen nach Montessori?

Der Grundgedanke der Montessori-Pädagogik

Die Leitidee der Montessori-Pädagogik ist die Aufforderung an die Lehrer, den Kindern auf individuelle Weise zu helfen, selbst zu lernen, statt einfach zu versuchen, ihnen das notwendige Wissen irgendwie einzutrichtern. Dieses Konzept kann auch auf das Lesen übertragen werden.

  • In Montessori-Schulen wird beim Lesen und Schreiben in der ersten Klasse in der Regel noch nicht so viel Wert auf die korrekte Aussprache und Rechtschreibung gelegt.
  • Vielmehr geht es zunächst darum, dass die Kinder überhaupt die Erfahrung machen, sich mit dem geschriebenen Wort auseinanderzusetzen. So soll der Lernprozess in Gang gesetzt werden, ohne dass es gleich zu negativen Erfahrungen durch übermäßige Korrekturen kommt.
  • Konkret heißt das, dass es im Rahmen der Montessori-Pädagogik die Aufgabe der Lehrer ist, die Kinder zum Lesen zu ermutigen und nicht mit dem Rotstift Fehler anzustreichen.

Die Kinder entscheiden selbst, wie sie Lesen lernen

  • Ein grundlegender Unterschied zu den üblichen Staatsschulen besteht in der Verwendung experimenteller didaktischer Konzepte. "Experimentell" bedeutet dabei, dass sich die Lehrer bemühen, individuell geeignete Lernmethoden für jedes Kind herauszufinden und anzuwenden.
  • So üben Kinder zum Beispiel auch, gedruckte Texte in Schreibschrift zu übertragen, um durch das gleichzeitige Lesen und Schreiben die Koordination zwischen Augen und Hand zu trainieren.
  • Eine andere charakteristische Übung für Leseanfänger besteht darin, das Gelesene anschließend zu malen. So wird sichergestellt, dass die Kinder die Buchstaben nicht nur "mechanisch" in Laute übertragen, sondern dabei auch üben, den jeweiligen Text wirklich zu verstehen. 

Neben diesen Beispielen gibt es noch weitere interessante Lernmethoden, wobei auch sinnliche und spielerische Erfahrungen wie Riechen, Fühlen und Bewegen berücksichtigt werden. Statt des üblichen Frontalunterrichts hat jedes Kind hier die Möglichkeit, in seinem eigenen Tempo und mit selbst ausgesuchten Materialien zu lernen. Ob dieses Konzept für Ihr Kind das Richtige ist, müssen Sie als Eltern letztendlich aber selbst entscheiden.

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