Nach der Lehre arbeitslos - was tun?

Arbeitslos nach der Lehre - kein Weltuntergang Arbeitslos nach der Lehre - kein Weltuntergang
Heutzutage ist auch eine abgeschlossene Ausbildung kein Garant für eine spätere Festanstellung. Nicht wenige junge Leute sind nach der Lehre arbeitslos. Wie aber sollten Sie die aufgezwungene Berufspause am besten nutzen?
Sabrina Jevsovar
07.11.2011 Sabrina Jevsovar

Nach der Lehre - sinnvolle Maßnahmen

  • Wen die Arbeitslosigkeit nach der Lehre trifft, der sollte keinesfalls resignieren. Investieren Sie die freie Zeit unbedingt in Ihre berufliche Zukunft - auch wenn es noch so verlockend sein mag, erst mal ein wenig auszuspannen und die Arbeitsagentur mal machen zu lassen.
  • Erkundigen Sie sich vordringlich nach Fort- und Weiterbildungen, am besten berufsspezifisch. Das hier erworbene Wissen kann Ihnen nicht nur in Ihrem gesamten weiteren Berufsleben nützen, es wird Ihnen auch helfen, der Arbeitslosigkeit nach der Lehre Ruck-Zuck ein Ende zu bereiten. Denn nicht selten sind Zusatzqualifikationen das Zünglein an der Waage, wenn sich ein Arbeitgeber für einen potenziellen Arbeitnehmer entscheidet.
  • Auch wenn es keine wirklich attraktiven, geförderten Weiterbildungsmaßnahmen gibt - nehmen Sie alles mit, was halbwegs sinnvoll erscheint. Ein EDV-Kurs beispielsweise ist ebenso universell nützlich wie Englischkenntnisse. Selbst wenn Sie über das entsprechende Wissen schon verfügen: Es schadet nicht, wenn Sie Ihren Bewerbungen Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate beifügen können - und sei es auch nur, um zu untermauern, dass Sie nach der Lehre nicht einfach nur arbeitslos, sondern durchaus nicht untätig gewesen sind.
  • Auch ein Minijob in der in der Lehre kennengelernten Branche kann sinnvoll sein - so verlernen Sie die praktische Seite Ihres Berufes nicht und haben immer einen „Fuß in der Tür“.

Arbeitslos - aber nicht lange

  • Entscheidend für einen schnellen Wiedereinstieg in das Berufsleben ist oft die Eigeninitiative.
  • Bewerben Sie sich aktiv bei infrage kommenden Arbeitgebern, idealerweise schon lange vor Ende der Ausbildung.
  • Haken Sie nach, wenn man Sie hat wissen lassen, dass gerade im Moment niemand gesucht würde - vielleicht hat sich das ja in der Zwischenzeit geändert.
  • Achten Sie darauf, Ihre Bewerbungen sorgfältig und professionell abzufassen; notfalls holen Sie sich entsprechende Hilfe.
  • Und: Netzwerken Sie! Viele Stellen kommen erst gar nicht auf den offiziellen Arbeitsmarkt, sondern werden schon durch interne Kontakte besetzt, bevor Otto-Normal-Arbeitsloser überhaupt von ihnen erfährt. Je mehr Menschen also wissen, dass Sie als motivierter junger Mensch nach der Lehre nun eine Anstellung suchen, desto besser!
  • Auch eine eigene Suchanzeige kann helfen. Meist recht günstig erscheint eine solche in der Lokalzeitung und macht potenzielle Arbeitgeber auf Sie aufmerksam. Auch hier gilt: Wer im Abfassen solcher Anzeigen nicht absolut sicher ist, holt sich lieber professionelle Hilfe.
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