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Nach dem Tapezieren: Lüften - was Sie beachten sollten

Nach dem Tapezieren: Lüften - was Sie beachten sollten2:20
Video von Heike Kadereit2:20

Tapezieren ist den meisten Menschen ein Graus. Nicht, weil es extrem schwierig ist, sondern weil es - je nach Anzahl der Bahnen - viel Zeit benötigt. Um so ärgerlicher ist es, wenn Sie nach dem Tapezieren und dem Trocknen des Leims feststellen, dass sie nicht akkurat sitzt oder gar Blasen wirft. Warum das Beschleunigen des Trockenvorgangs, zum Beispiel durch Lüften, Probleme bringen kann, lesen Sie hier.

Sie sind gerade fertig mit dem Tapezieren, die Tapeten sitzen präzise auf der Wand und Sie sind mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Nun müssen die Tapeten nur noch trocknen. Wenn Sie ihnen dazu allerdings nicht genügend Zeit geben, kann es schiefgehen.

Lüften nach dem Tapezieren kann Probleme bringen

  • Bereits während des Tapezierens, aber auch danach, sollten Sie darauf achten, dass die Tapeten nicht allzu schnell trocknen können. Ist dies der Fall, kann es passieren, dass Unebenheiten, Blasen oder Spannungen innerhalb der Tapetenbahnen entstehen.
  • Die optimale Raumtemperatur sollte die ganze Zeit über etwa 20 Grad betragen. Ist Ihnen während des Tapezierens nach Lüften, weil die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist, sollten Sie die Fenster nur kurz öffnen. Zieht es beim Lüften, könnte es passieren, dass der Trockenvorgang allzu schnell vonstattengeht. Auch nach dem Tapezieren sollten die Fenster zunächst geschlossen bleiben.
  • Möglicherweise möchten Sie nach dem Tapezieren möglichst schnell streichen. Das Trocknen des Tapetenkleisters sollten Sie dennoch keinesfalls künstlich beschleunigen. Wenn Sie dies tun, zum Beispiel indem Sie einen Föhn auf die feuchten Tapeten halten, kann es zu einem ungleichmäßigen Trockenvorgang kommen, der Spuren hinterlässt. Verwenden Sie deshalb auch niemals einen Ventilator zur Beschleunigung des Trocknens oder einen Heizlüfter.

Kleine Schönheitsfehler ausbessern - so gehen Sie vor

Stellen Sie den einen oder anderen Makel nach dem Trocknen an Ihrer neuen Tapete fest, müssen Sie keinesfalls in Panik verfallen, denn kleine Schönheitsfehler lassen sich recht problemlos ausbessern.

  • Haben sich an manchen Stellen die Nähte der Tapetenbahnen gelöst, brauchen Sie keinen neuen Tapetenkleister anzurühren. Verwenden Sie stattdessen Nahtkleber aus der Tube. Dieser ist einfach aufzutragen und verschließt die Nähte sofort. Nahtkleber bekommen Sie im Baumarkt. Sie befinden sich meist bei den Tapetenkleistern.
  • Haben sich - aller Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz - doch ein paar Blasen auf der Tapete gebildet, nehmen Sie ein scharfes Teppich-Messer zur Hand und schneiden die Blasen mit einem kurzen Schnitt ein. Bevor Sie die gelöste Tapete jedoch lediglich andrücken, sollten Sie ein wenig Nahtkleber durch den Schlitz unterhalb der Tapete aufbringen. Dann drücken Sie die Tapete nochmals gut fest. Der Nahtkleber trocknet durchsichtig ab und hinterlässt keine Spuren. Auch das Überstreichen des Klebstoffes ist problemlos möglich.
  • Wenn Sie nach dem Tapezieren aufräumen, sollten Sie einige Tapetenreste aufheben. Sobald ein Stück Tapete, zum Beispiel durch Kritzeleien, Katzenkrallen oder Flecken, unansehnlich geworden ist, können Sie dieses Stück Tapete ersetzen und brauchen nicht die gesamte Wand neu zu tapezieren.

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