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Mutterschutz bei Zwillingen - Wissenswertes für werdende Mütter

Ein Kind ist was Tolles! Zwillinge sind die Krönung! Um den zusätzlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist der Mutterschutz bei Zwillingen ausgeweitet. Sie sollten Ihre Rechte kennen.

Mutterschutz ist auch Kinderschutz.
Mutterschutz ist auch Kinderschutz.

Sind Sie berufstätig und werden Sie schwanger, gelten für Sie eine Reihe von Schutzbestimmungen. Der Mutterschutz soll gewährleisten, dass Sie und Ihr Kind vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigungen am Arbeitsplatz, vor finanziellen Einbußen und vor einer Kündigung im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und Entbindung geschützt werden.

Mutterschutz bedingt Kenntnis des Arbeitgebers

  • Sobald Sie von Ihrer Schwangerschaft erfahren, sollten Sie Ihren Arbeitgeber informieren. Nur dann kann der Arbeitgeber Schutzvorschriften beachten. Es genügt die Mitteilung, dass Sie vermutlich schwanger sind.
  • Aus Nachweisgründen sollten Sie die Schwangerschaft immer schriftlich anzeigen. Vom Zeitpunkt der Kenntnis der Schwangerschaft an ist Ihr Arbeitgeber strafrechtlich und zivilrechtlich für die Einhaltung des Mutterschutzes verantwortlich. Vor allem darf er Sie nun nicht mehr kündigen.
  • Während der Schwangerschaft macht es rein rechtlich keinen Unterschied, ob Sie ein Einzelkind oder Zwillinge austragen. Der Mutterschutz bei Zwillingen wirkt sich allenfalls dadurch aus, dass Sie vielleicht noch weniger belastbar sind.
  • So ist beispielsweise eine ständig stehende Tätigkeit an einer Maschine von mehr als 6 Stunden täglich ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat verboten. Bei Zwillingen kann sich diese Vorgabe zeitlich nach vorne verschieben. Auch dürfen Sie nicht mit Akkordarbeiten oder am Fließband beschäftigt werden. Lesen Sie dazu § 4 MuSchG.

Bei Zwillingen dürfen Sie zwölf Wochen pausieren

  • Der Mutterschutz wirkt sich grundsätzlich so aus, dass Sie in den letzten sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigt werden dürfen.
  • Bei Zwillingen geht der Gesetzgeber von einer erhöhten Pflegebedürftigkeit der Kinder aus. Deshalb ist die Schutzfrist nach der Entbindung von 8 Wochen um 4 weitere Wochen auf 12 Wochen verlängert. (§ 6 I  MuSchG).
  • Bei vorzeitigen Zwillingsgeburten wird die zwölfwöchige Schutzfrist nach der Entbindung um den Zeitraum verlängert, um den sich im Einzelfall die sechswöchige Schutzfrist vor der Geburt verkürzt hat.
  • Sie sollten auch wissen, dass sich bei Mehrlingsgeburten das normal berechnete Elterngeld für das zweite und jedes weitere Kind um pauschal 300 € erhöht. Durch diesen zusätzlichen Betrag kann der Höchstbetrag des Elterngeldes von 1.800 € überschritten werden. Beträgt Ihr Elterngeld beispielsweise 1.500 €, erhalten Sie bei der Geburt von Zwillingen dann 1.800 €.
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