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Muskelriss - so beschleunigt man den Heilungsverlauf

Durch einen plötzlichen Zug oder eine plötzliche Kraftanstrengung können Muskeln reißen. Je nach Größe des Muskelrisses können hiervon nur einzelne Muskelfasern oder im schlimmsten Fall auch der ganze Muskel betroffen sein. Häufig ist an der Stelle des Risses eine Delle sichtbar. In der Regel ist der Muskelriss mit starken Schmerzen, Schwellungen und Blutergüssen verbunden und man muss sich auf einen langen Heilungsprozess vorbereiten. Wenn man sich jedoch von Anfang an richtig verhält, so kann man den Heilungsverlauf deutlich beschleunigen.

Bei einem Muskelriss kann man durch richtiges Vorgehen den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.
Bei einem Muskelriss kann man durch richtiges Vorgehen den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.

Was Sie benötigen:

  • Eis
  • Kompressionsverband

Das sollte man bei einem Muskelriss beachten

Wichtigste Sofortmaßnahme unmittelbar nach einem Muskelriss ist die Erste Hilfe nach der PECH-Regel.

  • P = Pause: Stellen Sie sofort die Bewegung ein.
  • E = Eis: Durch Kühlen der betroffene Stelle können Sie schon frühzeitig den Heilungsverlauf und die Schmerzen günstig beeinflussen: Blutgefäße verengen sich und dadurch werden Einblutungen und Schwellung reduziert. Außerdem verlangsamt die Kühlung den Stoffwechsel und vermindert so Gewebeschäden. Achten Sie jedoch darauf, die Stelle vor dem Kühlen mit einem Tuch abzudecken, damit Sie einen Kälteschaden auf der Haut vermeiden. Die Kühlung können Sie so lange durchführen, wie Sie es gut vertragen – legen Sie jedoch alle 10 Minuten eine Kühlpause ein. Geben Sie kein Eis auf offene Wunden!
  • C = Compression: Ein Kompressionsverband verhindert, dass sich Schwellungen und Blutungen ausdehnen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Spannung nicht zu hoch ist, damit eine gute Durchblutung gewährleistet ist. Überprüfen Sie in den ersten Stunden nach dem Unfall die Spannung des Kompressionsverbandes regelmäßig. Es ist nämlich damit zu rechnen, dass die Schwellung noch zunimmt. Achtung! Wenn sich die Hand oder der Fuß bläulich verfärben, muss der Verband sofort gelöst werden.
  • H = Hochlagerung: Das Hochlagern  erleichtert den Rückfluss des Blutes und somit das Abschwellen. Lagern Sie die betroffene Extremität, wenn möglich die ersten 48 Stunden, durchgehend hoch und dann noch regelmäßig bis zum kompletten Abschwellen.

Ein Muskelriss muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Er kann die genaue Diagnose stellen (z.B. mit Ultraschall) und feststellen, wie groß der betroffene Bereich ist. Sind mehr als 30 Prozent des Muskels durchtrennt, so wird meist operiert. Dabei werden die Muskelfasern wieder zusammen genäht und anschließend ruhiggestellt. Um möglichst schnell wieder fit zu werden, sollte man die Empfehlungen des Arztes zur Ruhigstellung unbedingt beachten und sich genügend Zeit zum Ausheilen lassen.

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