Muskelkater: Weiter trainieren oder Pause machen? - So geht´s richtig

Trainingsfehler können zu Muskelkater führen. Trainingsfehler können zu Muskelkater führen.
Ein flottes Fußballspiel oder eine Runde über den Fitness-Parcours können bei Untrainierten zum Muskelkater führen, der in der Regel am folgenden Tag auftritt. Auch sportlich trainierte Menschen können durch Trainingsfehler einen Muskelkater erleiden. Ob es sinnvoll ist, dann einfach weiter zu trainieren oder lieber eine Pause einzulegen, erfahren Sie hier.
Edith Leisten
10.01.2012 Edith Leisten
Was Sie benötigen
  • warmes Vollbad
  • Sauna
  • Heizkissen
  • Kirschkernkissen
  • durchblutungsfördernde Salben
  • leichtes Schmerzmittel

Muskelkater - die Milchsäure ist unschuldig

Wenn nach intensiver sportlicher oder anderer körperlicher Aktivität - insbesondere bei untrainierten Menschen - der typische Muskelkater auftritt, ist nicht ein Überschuss an Milchsäure in der Muskulatur schuld. Muskelkater entsteht vielmehr durch mikroskopisch kleine Risse in den Muskelfasern.

  • Einen Muskelkater werden Sie dann entwickeln, wenn Sie Ihre Muskeln stärker beanspruchen, als Sie es gewohnt sind. Die Folge sind winzige Risse in den Fasern sowie Ödeme und Schwellungen, die Muskulatur fühlt sich verhärtet an und jede Bewegung schmerzt.
  • Muskelkater können Sie auch als sportlich trainierter Mensch entwickeln. Er ist dann in der Regel auf Trainingsfehler zurückzuführen. Die häufigste Ursache sind mangelndes Dehnen und Aufwärmen vor der sportlichen Aktivität. Ausdauersportler sollten zudem darauf achten, dass sie auf niedrigem Pulsniveau bleiben.
  • Auch wenn der schmerzhafte Zustand harmlos ist, so wird er Sie doch mehrere Tage begleiten, bevor er dann spontan wieder abklingt.

Weiter trainieren oder Pause einlegen?

  • Zur Linderung sollten Sie bei einem Muskelkater durchblutungsfördernde Maßnahmen durchführen, die dem Körper helfen, die verletzten Muskelzellen zu reparieren.
  • Sie können warme Bäder durchführen, in die Sauna gehen oder aber durchblutungsfördernde Salben auf die schmerzhaften Muskelpartien auftragen. Empfehlenswert sind pflanzliche Präparate, die Arnika, Capsicum oder Beinwell enthalten. Auch Heizkissen oder Kirschkernkissen können gute Dienste leisten.
  • Natürlich können Sie auch ein Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac einnehmen.
  • Wenn Sie hingegen die Zähne zusammenbeißen und gleich intensiv weiter trainieren wollen, riskieren Sie eine Verletzung.  Stattdessen sollten Sie während der schmerzhaften Muskelkaterphase intensive Belastungen vermeiden und eine Pause einlegen.
  • Es spricht jedoch nichts dagegen, wenn Sie ein leichtes Bewegungstraining durchführen, zum Beispiel einen Spaziergang, denn auch Bewegung fördert die Durchblutung und unterstützt somit die Heilungsvorgänge innerhalb der Muskulatur.
  • Auf Massagen im Bereich der schmerzhaften Muskulatur sollten Sie jedoch grundsätzlich verzichten, denn das kann weiteren Schaden verursachen und die Heilungsphase somit unnötig verlängern.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass ein Muskelkater harmlos ist und klingt nach wenigen Tagen wieder abklingt. Empfehlenswert sind durchblutungsfördernde Maßnahmen, evtl. auch ein leichtes Schmerzmittel. Weiter trainieren ist falsch, stattdessen ist eine vorübergehende Pause für intensive sportliche Aktivitäten empfehlenswert.

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