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Musikanalyse - so gelingt sie

Für eine gelungene Musikanalyse reicht es nicht aus, einigermaßen in Musiktheorie bewandert zu sein. Damit die Interpretation eines Stückes gelingt, sollten Sie neben dem formalen Aufbau noch einige andere wichtige Aspekte beachten.

Eine Musikanalyse beginnt mit dem Hören.
Eine Musikanalyse beginnt mit dem Hören. © Paul-Georg Meister / Pixelio

Eine Musikanalyse beginnt mit dem Hören

  • Auch wenn Sie die Noten bzw. die Partitur des jeweiligen Musikstücks sauber und ordentlich vor sich liegen haben, sollte eine gute Musikanalyse stets mit dem Hören des jeweiligen Stückes beginnen.
  • Notieren Sie sich dabei kurz in Stichpunkten Ihren persönlichen ersten Eindruck des Stückes sowie alle Auffälligkeiten und Besonderheiten davon.
  • Dazu gehören zum Beispiel Wechsel des Tempos und der Lautstärke, Wechsel zwischen Dur und Moll, Besonderheiten und Einbrüche bei Rhythmus und Melodie, häufige Wiederholungen des Themas und andere Auffälligkeiten.
  • Im nächsten Schritt der Musikanalyse sollten Sie sich das Stück noch einmal anhören, diesmal aber die Partitur zum Mitlesen vor Augen haben. Versuchen Sie dabei, die Auffälligkeiten und Besonderheiten, die Sie sich notiert haben, in der Partitur wiederzufinden und entsprechend zu markieren.

So gelingt die Interpretation eines Stückes

Ein wichtiger Teil der Musikanalyse ist das Ausarbeiten eines Formschemas oder einer formalen Analyse. Dabei gilt es, den kompositorischen Aufbau des Stückes formal nachzuzeichnen, um es anschließend logisch interpretieren zu können.

  • Schreiben Sie zunächst den Ablauf des Stückes auf, indem Sie es in entsprechende Abschnitte unterteilen, und notieren Sie dabei auch wichtige Anmerkungen sowie die Tonarten, in der die einzelnen Abschnitte stehen.
  • Nach dieser groben Gliederung können Sie auf kleinere Elemente der Formbildung wie verschiedene Motive, Themen und Taktgruppen eingehen.
  • Stellen Sie im weiteren Verlauf der Musikanalyse auch die Beziehung der Musik zum Titel und Text (sofern einer vorhanden ist) des Stückes heraus. Passt beides zusammen? 
  • Für eine interpretierende Musikanalyse sollten Sie außerdem auch über das Leben des Komponisten und die historischen Entstehungsbedingungen des Stückes bescheid wissen.

Erst die Beachtung dieser verschiedenen Ebenen der Musikanalyse macht eine wirklich aussagekräftige Interpretation des Stückes aus. Neben einem Verständnis der Musiktheorie benötigen Sie daher auch geschichtliches Wissen, Erfahrung und ein gutes Einfühlungsvermögen, um zwischen den Zeilen des Stückes zu lesen. 

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