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Muscheln einfrieren - darauf sollten Sie achten

Muscheln gehören wie Fleisch und Fisch zu wichtigen Eiweißlieferanten und sollten frisch zubereitet werden. Anders als andere Lebensmittel eignen sie sich in frischem Zustand nicht zum Einfrieren. Sie verderben zwar nicht, verlieren aber ihre Konsistenz. Gegarte Muscheln sind dagegen eine Delikatesse, auch wenn sie eingefroren waren.

Muscheln nur gegart einfrieren
Muscheln nur gegart einfrieren

Einkaufstipps für Muscheln beim Händler

  • Frisch gefangene Meerestiere landen innerhalb von maximal 24 Stunden beim Händler und sollten möglichst schnell zubereitet werden. Mit Ausnahme der Austern sind sie nur bis zu zwei Tagen im Kühlschrank lagerfähig. 
  • Achten Sie daher beim Kauf besonders auf die Frische. Ob die Schalen geöffnet sind, ist kein sicheres Anzeichen für die Frische. Im Meer filtern Muscheln das Wasser und müssen dabei offen stehen. Beim Fang werden also immer geöffnete wie verschlossene Exemplare ins Netz gehen. 
  • Machen Sie den Klopftest. Wenn Sie gegen die Schale mit einem Löffel klopfen oder diese zusammendrücken, sollte sich ein geöffnetes Tier wieder verschließen. Daran erkennen Sie, dass es noch lebt und zum Verzehr geeignet ist. Das gilt auch für Austern, die sich bei einer kleinen Berührung schließen, wenn sie noch leben. 
  • Sollten Sie verpackte Ware aus dem Supermarkt kaufen, so erhalten Sie lebende, aber durch ein spezielles Sauerstoffgemisch in der Verpackung schwach narkotisierte Lebewesen, die nach dem Öffnen der Verpackung zuerst träge sind und einige Zeit benötigen, um reagieren zu können. 
  • Aus dem Tiefkühlregal erhalten Sie aber schon gegarte Ware, da diese zum Einfrieren am besten geeignet ist.      

Wie Sie Muscheln einfrieren können

  • Muscheln bestehen aus Muskelfleisch mit einem sehr hohen Anteil an Eiweiß. Wenn Sie diese frisch frosten, wird die Frische zwar nicht beeinträchtigt, aber das Eiweiß wird sich dabei zersetzen. Das führt dazu, dass sie sich später auch beim Kochen nicht mehr öffnen können. 
  • Im Inneren der Schalen bleibt das Fleisch haften und klebt fest. Für ein solches Gericht bedeutet es, dass es ungenießbar für den Gaumen wird. Es wird Ihnen kaum gelingen, das Fleisch aus den Schalen zu befreien. Nur zerrissene Fetzen landen dann auf dem Teller. 
  • Eine Ausnahme bilden die Austern, die sich nach dem Tiefkühlen zwar nicht mehr roh verspeisen lassen, aber zum Kochen noch geeignet sind. Alle anderen Muschelarten können aber gegart eingefroren werden. 
  • Bedenken Sie dabei immer, dass Sie nur frische Muscheln garen und danach frosten. Alte Tiere sind verdorben und können durch Garen nicht mehr genießbar werden und somit auch zum Einfrieren nicht mehr taugen.    

Einfrieren und Aufbewahren der verschiedenen Muscheln

  • Weltweit sind über 10.000 Arten bekannt und sehr viele sind genießbar. In Europa sind besonders die Austern-, Mies-, Herz-, Jakobs- und Venusmuschel und die Meermandel bekannt. 
  • Von diesen Arten bildet lediglich die Auster eine Ausnahme, was die Aufbewahrung betrifft. Sie kann bis zu 10 Tage im Kühlschrank verweilen. Wenn Sie die Austern, solange sie noch ungeöffnet sind, mit einem feuchten Tuch bedecken und in einer Schüssel lagern, können sie bis zu zwei Wochen im Kühlschrank ausharren. 
  • Alle anderen Muscheln sollten nicht länger als zwei Tage gekühlt verbringen, bevor sie zubereitet werden. Nach dem Garen sind alle Arten zum Einfrieren geeignet. 
  • Gefrorene Tiere sollten aber spätestens drei Monate eingefroren werden, da das viele Eiweiß im Fleisch eine längere Zeit nicht zulässt. Achten Sie daher beim Kauf genau auf das Mindesthaltbarkeitsdatum.
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