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Mundschutz beim Kampfsport - das sollten Sie dabei beachten

Ohne einen passgenauen Mundschutz in Sachen Kampfsport geht es nicht. Allerdings sollten Sie in diesem Zusammenhang gleichwohl bedenken, dass selbst ein noch so umfassender Schutz im Mund keine 100-prozentige Absicherung gegen etwaige Verletzungen sein kann. Wer sich jedoch gegen einen Mundschutz bei seinem Lieblingssport entscheidet, läuft sehr wohl Gefahr, den einen oder anderen Zahn zu verlieren.

Schutz im Kampfsport
Schutz im Kampfsport © fit1 / Pixelio

Der Mundschutz im Kampfsport - Zähne zeigen einmal anders

Wenn man bedenkt, dass ein Zahn bereits abbrechen kann, wenn ein kleiner Kunststoffball von weniger als 200 Gramm aus einer Entfernung von etwa eineinhalb Metern auf das "Esszimmer" prallt, so gibt dies in der Tat Grund genug zur Vorsicht, wenn es um Kampfsport geht. So besagt eine Studie der National Youth Sports Foundation, dass das Risiko einer möglichen Verletzung im Zahnbereich ohne adäquaten Zahnschutz sage und schreibe 60-mal höher ist, als dies mit einer passgenauen Schutzvorrichtung im Mund der Fall wäre. Egal, ob es um Kick- oder Thaiboxen, um Hockey, Wasserball, Inlineskating oder um andere risikobehaftete Sportarten geht: Verzichten Sie nach Möglichkeit nicht auf Ihren Mundschutz.

Unterschieden werden folgende Mundschutz Varianten:

  • Der sogenannte Boil und Bite Mundschutz wird vor dem Einsetzen in warmem Wasser erwärmt, sodass die Struktur weich und formbar wird. Sodann lässt sich dieser Mundschutz optimal an den Zahnbogen anpassen.
  • Auf der einen Seite überzeugen hierbei zwar die hohe Passgenauigkeit und das angenehme Gefühl beim Tragen.
  • Andererseits ist diese Zahnschutz-Variante bedingt durch die vergleichsweise dünne und weiche Beschaffenheit für Vollkontaktsportarten nur bedingt geeignet.
  • Beim Inlineskating, beim Wasserball oder ähnlichen Sportarten bietet ein solches Produkt durchaus einen effizienten Schutz.
  • Auch behindert er das Atmen nicht in einem sonderlich hohen Maße, da der Mundraum insgesamt weitestgehend frei ist.

Die Vorteile- und Nachteile des konfektionierten Mundschutzes beim Kampfsport

  • Anders als der Boil und Bite Mundschutz ist der konfektionierte Mundschutz nicht individuell anpassbar. Vielmehr ist er in unterschiedlichen Größen im Handel erhältlich.
  • Auch um die Sitzfestigkeit dieses Erzeugnisses ist es nur bedingt gut bestellt. Denn der Zahnschutz wird einzig durch das Zusammenbeißen der Zähne gehalten, sodass dadurch gleichwohl das Atmen und Sprechen erschwert wird.
  • Allerdings zeichnen sich diese Modelle durch ihre umfassenden Schutzeigenschaften aus: Ideale Voraussetzungen also, um Judo, Basketball und Co. zu betreiben. 

Der EVA-Mundschutz - ideal für den Kampfsport

  • EVA - Ethylvinylazetat als Material für den modernen Mundschutz im Kampfsport erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Zwar ist diese mit rund 65 Euro die teuerste Variante. Allerdings bietet diese einen umfassenden Rundumschutz.
  • Die Herstellung des EVA-Zahnschutzes erfolgt jeweils im Dentallabor - und zwar nach Vorlage eines Gebissabdruckes des Sportlers. Die Passgenauigkeit sorgt für besten Halt.
  • Spezielle Einlagen erhöhen den Tragekomfort und sorgen zusätzlich für Sicherheit im Kampfsport.

Es lohnt sich in jedem Fall, etwas mehr Geld für einen Mundschutz auszugeben. Schließlich ist die (Zahn-)Gesundheit - das darf man mit Fug und Recht behaupten - unbezahlbar.

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