- 21.12.2010 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Etwas gegen Müdigkeit und Antriebslosigkeit unternehmen
- Zuerst gehen Sie morgens halbwegs rechtzeitig aus dem Haus und machen einen Spaziergang. Mindestens eine halbe Stunde. Am besten einen Weg, den Sie mögen und der Sie nicht nervt. Frische Luft und Bewegung tun Ihnen gut und verhindern Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
- Versuchen Sie grundsätzlich so viel es geht bei Tageslicht draußen zu sein. Tageslicht ist grundsätzlich ein gutes Antidepressiva.
- Setzen Sie sich für jeden Monat, jede Woche, jeden Tag konkrete, fassbare Ziele. Wenn Sie viele Ziele überschwemmen, setzen Sie sich wenige Ziele. Mindestens eins, höchstens drei.
- Gewöhnen Sie sich einen halbwegs regelmäßigen Tagesrhythmus an. Morgens zu ungefähr der gleichen Zeit aufstehen, mit einer Toleranz von höchstens einer halben Stunde. Abends zu immer etwa der gleichen Zeit ins Bett.
- Verringern Sie radikal Ihren Passivkonsum. Das meint Fernsehen, Internet, Radio. Wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen, beschränken Sie diesen Konsum insgesamt auf höchstens eineinhalb Stunden täglich, besser wäre noch eine halbe Stunde täglich.
- Wenn Sie viel allein sind, versuchen Sie, sich wieder einen Freundeskreis aufzubauen. Etwa durch Kontakte in einer Kirchengemeinde, Partei, durch einen VHS-Kurs, ehrenamtliches Engagement etc. Möglicherweise brauchen Sie hier die Hilfe eines Therapeuten. Gehen Sie mindestens einmal in der Woche unter Leute.
Sie können Müdigkeit und Antriebslosigkeit schließlich auch von einem Arzt abklären lassen. Wenn Sie nicht nur antriebslos sind, sondern depressiv, ist eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt.