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Mückenplage - Ursachen und Entstehung

In manchen Jahren sehen Sie so gut wie keine Mücke und werden fast nie gestochen. In anderen gibt es eine wahre Mückenplage. Vielleicht interessieren Sie die Gründe für die explosionsartige Vermehrung der Tiere.

In manchen Jahren werden sie zur Plage.
In manchen Jahren werden sie zur Plage.

Entwicklung von Mücken

  • Die befruchteten weiblichen Tiere legen ihre Eier im Wasser ab. Dabei ist ihnen jedes Wasser recht, es können Regentonnen, Seen, Pfützen, wassergefüllte Gräben und vieles mehr sein. Eine Mücke legt etwa 200 - 300 Eier.
  • Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich von Algen und anderen Schwebstoffen in dem Wasser ernähren. Die Larven können sich nur im Wasser entwickeln, atmen aber durch ein Atemrohr Sauerstoff aus der Luft ein. Wenn das Wasser austrocknet, sterben die Larven nicht sofort ab. Sie können auch bei Trockenheit einige Zeit überleben, brauchen aber wieder Wasser, wenn sie sich weiter entwickeln sollen.
  • Nach einiger Zeit verpuppen sich die Larven. Auch die Puppen brauchen Wasser. Sie atmen durch Hörner ebenfalls Luftsauerstoff. Nach einigen Tagen entwickeln sich aus den Puppen Stechmücken.

Wieso es zu Plagen kommen kann

Betrachten Sie als Beispiel, wie Mückenplagen entstehen können, das Jahr 2013:

  • Ein feuchtes und nasses, aber frostfreies Frühjahr führt dazu, dass es eine Vielzahl von "Gewässern" gibt, denn die Weibchen legen auch in Pfützen ihre Eier ab. Einige Tage mit heftigem Regen sorgen dafür, dass es überall Pfützen gibt. So haben die Larven gute Bedingungen, denn sie müssen sich nicht die Nahrung teilen, es gibt genug Pfützen und Nahrung, die Eier sind über viele Gewässer verteilt.
  • Als es nun warm wurde, sind die Pfützen verdunstet. Sofern es nicht in ein paar Tagen wieder geregnet hätte, wären die Larven in diesen ausgetrockneten Pfützen abgestorben. Falls es, wie im Jahr 2013, immer wieder regnet, trocknen diese kleinen Gewässer nicht aus. So kommen viele der Larven durch und es gibt natürlich auch viele Mücken.
  • Ein später Frosteinbruch könnte die Larven vernichten. Diesen gab es 2013 aber nicht. Also gab es etwa 20 Tage nach der Eiablage viele Mücken, denn so lange dauert die Entwicklung, wenn es relativ kühl ist.
  • Das Jahr 2013 wurde dann schnell wärmer, aber die Böden waren noch feucht, es regnete immer wieder für einige Zeit. So fanden die zahlreichen jungen Mücken genügend Plätze für die Eiablage. Wieder herrschten für die Larven paradiesische Bedingungen. Da es nun wärmer wurde, ging die Entwicklung schneller. Diese braucht bei 20 Grad etwa 14 Tage und bei 25 Grad 10 Tage. Manche Arten können bei Wärme sogar in 4 Tagen zu fertigen Mücken werden.

Sie sehen, wenn in einem Jahr die Böden durch langen Regen durchfeuchten, es keinen späten Frost gibt  und es dann nicht ganz schnell heiß und trocken wird, ist immer mit einer Mückenplage zu rechnen.

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