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Motorradmotor überholen - so gelingt die Motorrevision

Alle 200.000 Kilometer benötigt auch der Motorradmotor meistens eine komplette und gründliche Motorrevision. Diese ist aber nicht wirklich kostengünstig und wird von vielen Motorradfahrern ebenso mit Argwohn gesehen wie von Autofahrern. Sie alle fürchten, dass bei der Überholung des Motors vielleicht doch mehr ausgewechselt wird als nötig, um damit etwas mehr Geld zu verdienen. Warum also nicht selber prüfen?

Jedes Motorrad muss überprüft werden.
Jedes Motorrad muss überprüft werden.

Was Sie benötigen:

  • Plan des Motors
  • Werkzeuge
  • Neuteile

Motorrevision – Motorradmotor selber in Schuss bringen

  • Möchte man den Motorradmotor selber überholen, muss man vor allem ein gewisses Maß an Know-how und Grundwissen mitbringen. Sie sollten unbedingt wissen, welche Teile verbaut sind, wo sie am Motor sitzen und wie sie bestenfalls im Neuzustand aussehen sollten. Dazu genügt es aber bereits, sich ein wenig im Internet schlauzumachen.
  • Beäugen Sie dann alle typischen Verschleißteile und besorgen Sie sich hochwertige und passende Neuteile, bevor Sie sich an die Arbeit machen. Zudem benötigen Sie das passende Werkzeug – je nach Motorradtyp und Hersteller kann sich dieses bereits in Ihrem gewöhnlichen Werkzeugkoffer finden, kann aber auch aus speziellen Werkzeugen bestehen, die Sie sich ebenfalls beschaffen sollten.

Welche Teile sollten beim Überholen geprüft werden?

  • Für eine gezielte und wirkungsvolle Revision des Motorradmotors müssen Sie tatsächlich einen Großteil des Motors in seine Einzelteile zerlegen. Wenn möglich nehmen Sie sich dafür einen Bauplan des Motors zur Seite oder notieren Sie sich – wenn kein Plan verfügbar sein sollte –, welches Teil später wohin kommt.
  • Typische Verschleißteile, die bei der Überholung des Motors in den meisten Fällen ausgewechselt werden müssen, sind die Schaftis, die O-Ringe der Einspritzdüsen und die Dichtungen. Überprüfen Sie aber auch alle Zylinder, die Kurbelwelle, das Kurbelwellenlager und die Pleuellagerschalen auf ihren Zustand. Seien Sie vor allem bei Unsicherheiten nicht zimperlich – alles, was stark mitgenommen aussieht, sollte auch ausgewechselt werden, damit das Motorrad auch die nächsten 200.000 Kilometer problemlos übersteht.

Auch für Laien empfehlenswert? Motorradmotor selber überholen

  • Bevor Sie alle Neuteile fachgerecht einbauen und den gesamten Motorblock wieder zusammensetzten, sollten Sie alles gründlich von Altöl, vertrocknetem Fett und auch Rost reinigen. Nutzen Sie hierfür aber nur für den Motor zugelassene Lösungen und fetten Sie alle Teile und Bereiche ein, die geschmiert sein müssen.
  • Machen Sie sich wirklich nur daran, den Motor selbstständig zu überholen, wenn Sie es sich zutrauen. Dieses Vorhaben ist nicht für absolute Neulinge und Bastler mit "zwei linken Händen" geeignet. Bei einer gründlichen Motorrevision lässt sich schnell viel dauerhaft kaputt machen und was letztendlich vor allem auf dem Spiel steht, ist Ihre eigene Sicherheit.
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