In früheren Jahren war es das am häufigsten getrunkene Getränk - die Rede ist von Most. Besonders bei den Bauern kam er täglich auf den Tisch. Aber auch heute wird er im ländlichen Raum, vielleicht auch bei Ihnen, immer noch produziert, da die Mostherstellung relativ leicht vonstatten geht.
- 09.02.2012 Jürgen Hemminger
Allerdings sollten Sie bei der Mostherstellung wissen, dass sich dieser im Laufe seiner Lagerung in ein alkoholhaltiges Getränk umwandelt. Aus einem feinen Süßgetränk, wird dann schnell ein Apfelwein, der aber als Mischgetränk trotzdem sehr erfrischend ist, besonders im Sommer.
Die Voraussetzungen zur Mostherstellung
- Wenn Sie eine größere Menge produzieren wollen, benötigen Sie für Ihre Mostherstellung natürlich das geeignete Gefäß. Ein Kunststofffass mit dem entsprechenden Zubehör, wie Gärspund und Auslaufhahn, vereinfacht die Produktion erheblich.
- Des Weiteren benötigen Sie Äpfel entweder aus dem eigenen Garten oder aber von einer Streuobstwiese.
- Bei großen Mengen ist ein Entsafter Bedingung oder aber Sie lassen sich den Saft in einer Mosterei auspressen.
Die Arbeitsschritte zur Mostherstellung
- Zuerst müssen Sie Ihre Äpfel sehr gründlich säubern und defekte Stellen unbedingt entfernen.
- Danach schneiden Sie das Obst in Stücke und geben es in den Entsafter.
- Den entstandenen Saft geben Sie dann in Ihr Kunststofffass.
- Füllen Sie das Fass aber nur zu 4/5 auf, da der Saft nach wenigen Tagen zu gären beginnt und sich dann Schaum bildet. Öffnen Sie unbedingt den Gärspund, damit die entstehende Kohlensäure entweichen kann. Durch den Fruchtzucker entwickeln sich Hefepilze, die den Saft in Alkohol umwandeln.
- Nach etwa 4 Wochen ist die Hauptgärung beendet und die Schaumbildung geht zurück. Jetzt füllen Sie nochmals Saft bis zum Spund auf und lassen das Ganze nochmals für 4 Wochen gären. Danach ist die Mostherstellung beendet und es kann gezapft werden.
Den Most können Sie nun entweder pur oder gemischt mit Mineralwasser genießen.