Was Sie benötigen:
  • Mohnsamen
  • Mörser
  • Getreidemühle

Mohn mit dem Mörser zerreiben

Nicht jeder hat eine dieser altmodischen Mohnquetschen, mit der das Mahlen von Mohn einwandfrei und - selbst per Hand - schnell funktioniert. Was also tun? Natürlich können Sie zum Mörser greifen. Allerdings sollte es schon ein größeres Modell aus Stein sein und einen guten Mörserstempel haben. Kleine Mörser mit Stempel von nur wenigen Zentimetern sind vielleicht für geringe Menge an Mohn (beispielsweise zum Überstreuen) sinnvoll. Größere Mengen Mohnsamen können Sie damit jedoch in angemessener Zeit und mit vertretbarem Arbeitsaufwand nicht mahlen.

  1. Bevor Sie Ihren großen Mörser für das Mahlen von Mohn nutzen, sollten Sie ihn gründlich reinigen, da sonst Geruch und Aroma zuvor bearbeiteter Kräuter oder von Pesto auf den empfindlichen Mohn übergehen. Mohn enthält ja große Mengen an Ölen, die derartige Aromen gut aufnehmen. Reiben Sie den Mörser dann mit etwas Speiseöl aus.
  2. Das Zerreiben der Mohnsamen in einem (großen) Mörser stellt an sich kein Problem dar - außer dem Zeitaufwand. Dabei ist es günstig, die Samen mit etwas Kraft zu quetschen - dies kommt übrigens dem Arbeiten oder Quetschmühle wieder sehr nahe. Gehen Sie trotzdem vorsichtig zu Werke, denn einige der runden Mohnsamen werden beim Quetschen aus dem Mörser springen! Arbeiten Sie größere Mengen an Mohnsamen nach und nach im Mörser durch.
  3. Reinigen Sie den Mörser nach getaner Arbeit gründlich, damit nicht größere Mengen des Mohnöls dort haften bleiben und sehr schnell (!) ranzig werden. Auch dieses Aroma überträgt sich leicht auf nachfolgende Speisen.

Mohn mahlen - die Alternativen

  • Überlegen Sie, ob Sie größere Mengen an Mohn, zum Beispiel für einen Kuchen, nicht bereits im Naturkostladen oder im Reformhaus mahlen lassen. 
  • Greifen Sie zur Getreidemühle. Auch mit dieser lassen sich größere Mengen an Mohnsamen mahlen, egal, ob Sie mit Handbetrieb oder elektrisch arbeiten. 
  • Stellen Sie die Getreidemühle nicht auf ganz fein ein, jedoch auch nicht zu grob, sonst werden zu viele ganze Mohnsamen durchfallen.
  • Ein Problem bei Getreidemühlen ist allerdings, dass das Öl der Mohnsamen das Mahlwerk verklebt. Lösen können Sie dieses Problem, indem Sie - gerade bei großen Mengen an Mohn - immer mal wieder ein paar Weizenkörner in die Mühle geben. Dies schadet der Mohnmischung übrigens nicht - beim Kochen bindet sie sogar besser.
  • Reinigen Sie die Getreidemühle. Auch dies gelingt am besten, wenn man hinterher Getreidekörner mahlt.
  • Und nicht zuletzt kann man natürlich gemahlenen Mohn kaufen. Achten Sie jedoch auf die Menge. Angebrochene Ware wird schnell ranzig.