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Modepuppe zeichnen - Anleitung

Mode zu zeichnen, ist mit etwas Erfahrung und vor allem Kreativität gar nicht so schwierig. Damit die einzelnen Kleidungsstücke oder Ensembles auch wirken, werden häufig zuerst Modepuppen gezeichnet.

Modepuppen zu zeichnen, erfordert Übung.
Modepuppen zu zeichnen, erfordert Übung.

Was Sie benötigen:

  • Papier
  • Stift
  • eventuell Wasserfarben

Modepuppen, sogenannte Figurinen, sind das, was sich die meisten Designer und Modestudenten zeichnen, um ihre Entwürfe auf Papier zu bringen und daran zu feilen. Da die Proportionen am wichtigsten sind,  sollten Sie das Verhältnis der Extremitäten zum Körper zeichnen können.

Zeichnen Sie sich Figurinen

  1. Wenn Sie über ein paar anatomische Grundkenntnisse verfügen, hilft es Ihnen ungemein beim Einhalten der Proportionen. Sie können sich allerdings auch zusätzlich ein Holzpüppchen kaufen, die inzwischen um 10 Euro kosten.
  2. Auch Katalogbilder bieten sich als Vorlage an, um das Verhältnis der Proportionen zu üben. Entscheidend ist bei Ihrer Modepuppe auch, ob Sie eine weibliche, oder eine männliche malen möchten.
  3. Meistens geht es bei der Zeichnung wahrscheinlich um Erwachsene. Hier können Sie sich als Grundformel merken, dass die Linie oberhalb des Schambereiches in etwa die Mitte des Körpers darstellt.
  4. Männliche Silhouetten werden vereinfacht in der V-Form gemalt, was heißt, dass die Schulterpartie deutlich breiter ist als die Körpermitte. Bei Frauen wird das Trapez als Grundgerüst anders herum gezeichnet, also ist der Hüftbereich breiter als die Schultern.
  5. Die Verhältnisse von Armen und Beinen zum Körper sollten Sie ebenfalls üben. Ein Vorzug der Figurinen ist es, dass Sie die Gesichter weglassen können und auch die Figur stark vereinfacht ist. Hände und Füße werden ebenfalls nur angedeutet.

Zeichen Sie Ihre Figurine Schritt für Schritt

  1. Beginnen Sie bei Ihrer Modepuppe mit dem Zeichnen der Körperhilfslinien. Vorher sollten Sie sich schon über die Pose der Figur klar sein.
  2. Häufig wird die Schrittstellung gewählt. Beachten Sie dabei, dass das Becken in dem Fall leicht gekippt ist.
  3. Zuerst sollten Sie das Trapez für den Körperbau vorzeichnen. Wollen Sie einen gerade stehenden Menschen zeichnen, sind die Schultern auf einer Linie. In der Modezeichnung wird jedoch oft eine Bewegung erfasst, somit ist oft eine Schulter weiter nach unten geneigt.
  4. Anschließend zeichnen Sie das Beckentrapez ein. Haben Sie die Schrittposition gewählt, sollten Sie darauf achten, dass der Abstand zwischen Beckenkippung und Schulter auf der Schwungbeinseite länger ist, als auf der Standbeinseite. Die Hilfslinien können Sie anschließend entweder ausradieren oder mit der Kleidung übermalen.
  5. Anschließend können Sie die Beine und den Kopf zeichnen. Da die Füße oft uninteressant sind bei Modezeichnungen, können Sie sie in der gewählten Stellung auslaufen lassen, ohne hier auf anatomische Kleinigkeiten achten zu müssen.
  6. Häufig wird ein Arm in die Seite gestützt. Die jeweilige Hand stützt hier meist die "kürzere" Körperseite.
  7. Wenn Sie keine genauen Handzeichnungen hinbekommen, können Sie Ihren Figuren entweder eine Tasche oder andere Accessoires in die Hand zeichnen. Auch eine nur angedeutete Hand aus Daumen und einem schmalen verlängerten Viereck für die Fingerstellung ist möglich.

Kleiden Sie Ihre Modepuppe an

  • Haben Sie einmal die perfekte Modepuppe mit den passenden Verhältnissen gefunden, können Sie sie entweder kopieren, als Vorlage einscannen und speichern oder Sie übertragen die Zeichnung auf Pappe und fertigen sich ein Modell. Letzteres hat den Vorteil, dass Sie sie beweglich machen können und verschiedene Positionen zeichnen können.
  • Mit einem Bleistift können Sie nun die Konturen der Kleidung aufzeichnen. Diese lässt sich anschließend mit Wasserfarben oder Kreide farblich gestalten.
  • Natürlich ist es auch Ihren Vorlieben überlassen, mit welchen Farben Sie anschließend malen. Viele kommen auch mit Filzstiften hervorragend zurecht.

Wie bei vielen Dingen aus dem kreativen Bereich ist es bei den Modepuppen so, dass Übung auch hier den Meister macht. Je öfter Sie sich daransetzen und sie zeichnen, desto einfacher gehen sie Ihnen von der Hand.

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